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Wenn auch schon oft aus verschiedenen Seiten in diesem Thread darauf hingewiesen wurde: der Hot take „wir können keine lockdowns machen, die Wirtschaft muss am Laufen gehalten werden“ ist erwiesenermaßen volkswirtschaftlicher Humbug.
Deutschland und seine Wurschtelpolitik haben in 2020 einen BIP Rückgang von 4,8 Prozent gesehen. Dazu eine Prognose von +3,2 Prozent für 2021, d.h. Vorkrisenniveau wird frühestens 2022 erreicht.
Australien, welches „auf illiberale Weise seine Bevölkerung einsperrt“ kommt für 2021 auf ein Minus von 2,4 Prozent, hat das vorkrisenniveau bereits in q1 2021 wieder erreicht und Prognosen gehen im Konsens von +5,1 Prozent für 2021 aus.
Also unabhängig von Polemik: wirtschaftlich machen verfrühte Öffnungen keinen Sinn, aus Infektionen / Toten / Langzeitfolgen eh nicht. Was ist die dahinterstehende Argumentation gegen den zwingenden Versuch die Zahlen so niedrig wie irgend möglich zu halten und lieber kürzer und echte Maßnahmen durchzuhalten?
Das das politisch schwer umzusetzen ist, dessen bin ich mir bewusst. Aber es wird ja hier gern so getan als wäre ZeroCovid eine wirtschaftlich unsinnige, vollkommen weltfremde Idee irgendwelcher autoritärer freaks.
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