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Ich hab mir gestern (zugegebenermaßen nicht ganz konzentriert) bis Mitternacht noch den Livestream nachträglich angesehen.
Mir hat der Livestream sehr gut gefallen. Vor allem habe ich das ehrliche Bemühen wahrgenommen, Triathlon auch Sportinteressierten nahe zu bringen, die noch keine Triathlonexperten (wie wir da im Forum) sind. Beispielweise der Einstieg in der Wechselzone, wo der Reporter die Aerolenker (und Räder) vorgestellt hat. Das mag für zuschauende Triathleten dann ein bisschen komisch wirken, weil die das ohnehin schon wissen, und daher eigentlich eh nur die Bilder vom Rennen sehen wollen. Dass der ORF da aber auch nicht nur Spezialisten bedient, sondern die Zielgruppe weiter fasst, finde ich sehr gut - auch für den Triathlon.
Und um gleich dem erwartbaren Einwand zu begegnen: Die Zuschauerzahlen werden wohl nicht durch die Decke gegangen sein. Umso schöner (aus Sicht des Triathlons) ist es doch, dass der ORF so eine aufwendige Übertragung gemacht hat. Und da finde ich es auch nachvollziehbar, sich manchmal vom unmittelbaren Renngeschehen zu entfernen und Hintergrund zu vermitteln.
Was jetzt konkret das hier schon ausgiebig diskutierte Weiss-Interview angeht: ich persönlich finde tatsächlich auch, dass es unnötig war. Ich verstehe aber auch die Entscheidung, es zu bringen. Er ist halt tatsächlich der Lokalmatador. Ich klappe dann halt die Ohren zu. Oder um es mit einem Zitat eines österreichischen Nationaldichters (Franz Grillparzer) zu sagen: "Da tritt der Österreicher hin vor jeden, denkt sich sein Teil und lässt die anderen reden!" Also: die paar Minuten lassen sich doch leicht ignorieren oder für eine Klo-Pause nützen, wenn man Weiss absolut nicht hören will.
Ich selbst war gestern übrigens auch dabei. Hat großen Spaß gemacht. Ich hab´s nach sieben Monaten ohne Schwimmtraining locker genommen und ein erstaunlich entspanntes (wenn auch langsames) Schwimmen gehabt. Dann auch auf dem Rad nicht wirklich draufgedrückt, wobei mir der Wind auch unangenehm aufgefallen ist. Dadurch war ich dann fürs Laufen aber recht "ausgeruht" und konnte für meine Verhältnisse in 1:28:30 einen Super-Halbmarahon laufen. Organisation top, lässige Veranstaltung - und das sag ich nicht nur, weil es für mich als Niederösterreicher ja tatsächlich mein "Heimrennen" ist.
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