Zitat:
Zitat von spanky2.0
Ich habe an dieser Stelle schon einmal gefragt, was mit den Menschen ist, die im Ausland arbeiten und die tagtäglich über europäische Grenzen pendeln?
Nur um mal ein paar Zahlen zu nennen:
In dem kleinen Luxemburg mit nur 600k Einwohnern, pendeln täglich (!) 200.000 Grenzgänger ein und aus.
In der Schweiz sind es sogar 343.000 Grenzgänger täglich.
Nach Deutschland pendeln jeden Tag 200.000 Menschen ein zum arbeiten. Raus aus Deutschland sind es deutlich mehr. Im Ausland arbeiten sogar insgesamt 1,9 Mio Deutsche (Achtung: Das sind nicht alles Pendler  )
Was ich damit sagen will. Europa ist extrem vernetzt, nicht nur was den Warenverkehr angeht, sondern auch die arbeitende Bevölkerung. Da liegt es doch in meinen Augen auf der Hand, dass man solch einen Grenzverkehr nicht mit Ländern wie Australien oder Neuseeland vergleichen kann.
Was willst du mit den ganzen Grenzpendlern in Europa machen? Sollen sich alle in ihren Heimatländern Jobs suchen? Willst Du sie alle zum Homeoffice verpflichten (auch Plegekräfte, Ärzte?) oder täglich testen lassen? Alle zum Umzug zwingen? Oder wie soll das funktionieren?
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Ich habe absichtlich in der Hauptsache von der EU und der EU-Aussengrenze gesprochen. Mit der CH müsste man halt ein Abkommen treffen, wenn es freien Grenzverkehr geben soll. Für DE wäre es wegen der Pendler in der Tat schwieriger und aufwendiger wegen der notwendigen täglichen Tests umzusetzen, was wir hier ja auch schon besprochen haben. Würde man die Einreisen in die EU entsprechend kontrollieren und eine NO-Covid-Strategie überall realisieren, wären der Tourismus in der EU, Veranstaltungen usf. weitestgehend lebendig. Im ersten Lockdown 2020 machte übrigens DE die Grenzen für die Pendler auch zu. Irgendwie geht es auch nicht ohne Belastungen ab, es kommt halt darauf an, auf welche Gruppen sich die verteilen und was dann für die Gesellschaft optimal ist. Bei mir in der Uckermark arbeiten Pendler auf Montage in der CH, weil sie halt dort mehr verdienen als bei uns, obwohl genug Aufträge hier vorhanden sind und ein Arbeitskräftemangel bei Handwerkern vorliegt.
Zitat:
Zitat von spanky2.0
Wenn Du dir die aktuelle Deutschlandkarte mit den Inzidenzen anschaust (insbesondere die bayrische Grenze zu Tschechien), siehst Du ja wie gut die Grenzkontrollen diesbezüglich funktionieren.
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Man bräuchte natürlich mehr Personal an der Grenze und mehr Infrastruktur vor Ort. Es geht mir einfach darum, darauf hinzuweisen, dass No-Covid durchaus eine ernsthafte Alternative vor allem für die EU darstellt bzw. gewesen ist, die auch viele Vorteile gebracht hätte.