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Zitat von Plasma
Kinder gehen nicht mehr in Kitas, Kindergärten, Krippen oder Schulen. Das betraf die erste Welle im Frühling 2020 und ist seit Mitte Dezember wieder so. Dadurch entsteht ein enormer Betreuungs- und und Beschulungsaufwand, der hautsächlich an den Müttern hängen bleibt, weil die Väter keinen Bock darauf haben. Das suggerierte der Artikel. Und das was ich von meinen Kollegen mitbekomme, bestätigt das.
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Das ließt sich fast schon wie Männer-Bashing: die haben keinen Bock. Top... Damit wurde alles mit einem Mal abgehandelt.
ps: warum habe ich mir einen technischen Beruf ausgesucht? Unter anderem deswegen, weil ich nicht den ganzen Tag reden und zuhören will / kann. Ich weiß, sowas darf man heute gar nicht erzählen, aber für mich ist es sehr anstrengend, stundenlang das Geplapper von Kindern zu hören. Nicht weil ich es nicht will, aber es baut sich nach und nach ein Gefühl auf, was in Richtung Unbehagen geht.
Und ich weiß, dass einige Frauen sehr gerne sehr viel reden.
Da könnte ich jetzt zu dem Schluss kommen, dass ich mental es gar nicht verarbeiten kann, tagein taugaus stundenlang mit meinen Kindern von 07:45 bis 16:00 Uhr (?!? das hatte ich selten in der Gymnasialzeit) zu reden. Der Eine oder die Andere kann das ggfs. besser. Aber wahrscheinlich kommt gleich, dass ich nicht will...
zu Online-Lernen: ich frage mich immer wieder, wofür es Kurse geben muss, nur weil man morgen mit einer neuen Technik umgehen soll? In der Regel sind doch Lehrer geistig fit und haben einen anspruchsvollen Weg bis zu Ihrem jetzigen Arbeitsplatz hinter sich. Das zeugt ja davon, dass neues Wissen erschlossen werden kann und man dieses auch anwenden kann. Nichts anderes ist es, ein neues Programm zu installieren, sich anhand von 1 - 2 Infoseiten (über google und so zu finden) und bei Erfordernis noch 1 - 2 Videos (YT, Vimeo) anzuschauen und dann zu starten. In den ersten 2 Wochen wird man eine steile Lernkurve haben und dann läuft es.
Mich fragt doch auch keiner, ob ich mit dem neuen Laptop mit Touchdisplay zurecht komme. Es wird einfach vorausgesetzt. Und wenn nun alle Meetings über Zoom laufen, dann muss ich eben zügig lernen, wie man den Bildschirm teilt, Meetings erstellt, die anderen Nutzer im Griff hat usw. Keiner verlangt, dass es ab Minute 0 klappen muss. Aber nach ein paar Wochen sollte doch ein Lehrer, wie so viele andere Arbeitnehmer auch, in der Lage sein, neue Bausteine halbwegs ordentlich zu nutzen. Selbst mein Kollege, der noch wenige Monate bis zur Rente hat, bekommt das hin. Dauer halt zwei Tage länger aber es läuft. Und eine Schulung gab es natürlich nicht, dafür gibt es im Zweifel nette Kollegen.