Zitat:
Zitat von Kachelzaehler
Ich hadere gerade so ein bisschen damit ob man nun die These aufstellen kann "Athlet A & B trainieren über Jahre hinweg das selbe Volumen. A weiß nicht das es Parameter wie Vo2Max und VLaMax gibt und verbessert sich trotzdem kontinuierlich. Seine Vo2Max steigt und seine VLaMax sinkt, er weiß es nur eben nicht...B wiederum lässt seine Werte halb oder vierteljährlich prüfen und passt sein Training an die Ergebnisse an. Sprich, wenn die VLaMax konstant bleibt und nur die Vo2Max steigt (was ja durchaus sein kann) sollten die Schlüsseleinheiten welche sein die die VLaMax senken. Sollte sich ergeben, dass die VLaMax konstant sinkt, die Vo2Max aber gleich bleibt oder gar auch sinkt (was eben auch sein kann) könnte man dem wiederum durch spezifische Einheiten entgegenwirken...
Ob das alles so korrekt ist wie ich schreibe weiß ich nicht...Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Ausdauerleistung von B höher ist als die von A bei gleichen körperlichen Voraussetzungen, Trainingserfahrung und Trainingsvolumen...Oder ist das Käse was ich mir zusammenreime? Dann kann ich ja wirklich stumpf jahrelang LD-Pläne machen, oder?
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Das wird schon daran haken, dass beide nie das gleiche Trainingsvolumen haben werden. Aber wieso soll die Ausdauerleistung von Athlet B besser sein, nur weil er leistungsdiagnostisch betreut wird?
Ich stelle mal die entgegengesetzte These auf:
Athlet A weiß durch Ausprobieren und Erfahrung, was bei ihm in welcher Trainingshphase besonders gut anschlägt. Er plant also sein Training so, dass der von ihm gewünschte Trainingseffekt eintritt und kann sein Training aufgrund seiner Erfahrung schnell anpassen, wenn er das Gefühl hat, es passt nicht. Seine Erfahrung hilft im vielleicht auch durch Phasen, in denen er sich nicht so gut fühlt öder der Trainingsfortschritt auf sich warten lässt. Kurz: Athlet A verlässt sich nicht auf die Zahlen, sondern auf sein Gefühl und seine Erfahrung.
Athlet B verlässlich bei der Trainingsplanung auf die Leistungsdiagnostiken und die Trainer/Ärzte, die ihm sagen, was er zur Verbesserung welchen Wertes trainieren soll. Wenn's nicht passt, fällt das im dümmsten Fall erst bei der nächsten Leistungsdiagnostik auf. Es wird also im Zweifel erst wesentlich später nachjustiert bzw. man stellt erst mit einiger Verzögerung fest, dass das Training nicht so anschlägt, wie gewünscht.
Wie schon von anderen geschrieben: Ein wichtiger Punkt, vielleicht sogar der wichtigste ist: Erfahrung. Die Zahlen sind das eine. Aber du musst für dich herausfinden, was dich voranbringt, was dich motiviert etc..
M.