Zitat:
Zitat von Schwarzfahrer
Daß ein ganz extremer Lockdown, bei der wirklich die meisten in quasi Hausarrest sitzen, die Infektionen reduziert, ist nachvollziehbar. Das ist aber für keine Gesellschaft eine Option, damit auf Dauer die Zahlen runterzurdrücken, die Kollateralschäden sind auf Dauer durch nichts zu kompensieren. Sowas macht also kein Land auf Dauer. Darum steigen in manchen Ländern (Frankreich, Spanien) trotz drakonisch klingenden Einschränkungen über Monate die Zahlen weiter, bis sie teilweise durch ein "Auslaufen" der Infektionswelle (warum auch immer) abklingt, s. z.B. Schweden, bei denen es auch ohne harte Endstufe abklang, oder auch Schweiz zuletzt.
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Nirgendwo wird ein harter Lockdown auf Dauer gemacht und natürlich muss man das auch nicht. Selbstverständlich kann man lockern, wenn die Zahlen weit genug unten sind. Und je härter der Lockdown, desto schneller sind sie unten.
Wobei mit "härter" nicht zwingend härtere staatliche Maßnahmen gemeint sein müssen. Wenn sich die Bürger allein aus Einsicht extrem vorsichtig verhalten, kann das zumindest theoretisch genau so gut oder gar besser wirken. Aber wie man das erreicht, weiß wohl keiner genau ...
Es läuft nichts von selbst aus, so lange man weit von der Herdenimmunität entfernt ist.
Aber natürlich ändert sich auch das Verhalten der Bevölkerung, wenn die Situation immer bedrohlicher wird.
Ich weiß nicht genau, warum "in manchen Ländern (Frankreich, Spanien) trotz drakonisch klingenden Einschränkungen über Monate die Zahlen weiter" stiegen, aber auch das wird selbstverständlich rationale Gründe haben. Kann uns aber fast egal sein, weil wir dieses Problem nicht haben.