Der Ethikrat, die Leopoldina und die STIKO haben ein gemeinsames Positionspapier zur Priorisierung bei der Impfstoffverteilung veröffentlicht:
Die Priorisierung darf jedoch nicht nur auf Grundlage medizinisch-epidemiologischer Erkenntnisse festgelegt werden. Vielmehr müssen auch ethische und rechtliche Erwägungen maßgeblich sein. In diesem Sinne wurde die Ständige Impfkommission (STIKO) vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) gebeten, gemeinsam mit Expert*innen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und des Deutschen Ethikrates Kriterien für eine gerechte Priorisierung von COVID- 19-Impfstoffen vorzuschlagen.
Ich freue mich, dass auch die Lehrer und Erzieher als besonders schützenswert eingestuft werden.
Ich hätte mir allerdings auch die Diskussion spezieller Schülergruppen, z.B. Abschlussklassen, gewünscht. Mir geht es dabei um die Zukunftsfähigkeit bestimmter Alters-/Schülergruppen.
Das ifo-Institut beleuchtet in der Publikation ifo-Schnelldienst 9/202 „
[...] welche Folgen die Schulschließungen für Prüfungsleistungen, Entwicklung von Kompetenzen und spätere Erfolge auf dem Arbeitsmarkt haben. „
Die Welt berichtet in diesem Zusammenhang von einem Interview mit dem Leiter des Ifo-Zentrums für Bildungsökonomie, Ludger Wößmann, der sagt:
„Die unterbliebene Kompetenzentwicklung wird nicht mehr nachgeholt, dafür gibt es auch empirische Belege. Das können wir zum Beispiel zeigen anhand von Lehrerstreiks, die in Belgien Wallonien trafen, den flämischen Teil des Landes aber nicht.“
