Zitat:
Zitat von Nepumuk
Oder halt noch einen Schritt weiter denken. Welchen Eindruck macht es wohl auf schlichtere Gemüter, wenn da ein Truppe Radler vorbei rauschen? Wenn die zusammen radeln dürfen, dann kann ich ja auch mit meinen Kumpels kicken. Wenn die Kicken dürfen, dann können wir uns auch auf ein Bier treffen. Wenn die sich auf ein Bier treffen, dann können wir auch Party machen usw. usw.
Zum dem so genannten "eigenverantwortlichen Umgang mit Risiken" gehört es eben auch, Vorbild für Andere zu sein und nicht nur eine Ausrede für selbstverliebtes Verhalten zur Hand zu haben.
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Man ist ein gutes Vorbild, wenn man nichts tut, was das Risiko der Infektionsübertragung stark erhöht. Man ist kein gutes Vorbild, wenn man etwas unterlässt, was harmlos ist, nur weil es andere für gefährlich halten. Jeder, der nachdenkt, merkt, daß Radeln an der frischen Luft andere Risiken hat, als zusammen am Tisch in der Kneipe sitzen. Leider denken zu wenige nach - sogar eine bekannte Ärztin hat ein Tobsuchtsanfall bekommen, weil an Radfahrer auf ca. 1 m Abstand zügig an ihr vorbeifuhr - sie fühlte sich hoch gefährdet. Aber statt der Dummheit nachzugeben, bin ich für Aufklärung, damit möglichst viele Menschen, auch einfache Gemüter sinnvoll eigene Entscheidungen fällen können. Ich halte wenig von der Innenministeriums-Strategie des maximalen Angstmachens, um Vorsicht zu erzwingen, es führt zu zu viel Irrationalem.