Zitat:
Zitat von LidlRacer
Die Effekte und Nebeneffekte (auch wirtschaftliche) von ständig steigenden Infektionszahlen auch nur zeitweise auszublenden kann böse ins Auge gehen, fürchte ich.
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Jetzt bin ich mal wirklich zynisch: steigende Infektionszahlen bewirken vor allem Hospitalisierungen der Risikogruppen. Diese sind relativ gering an der produktiven Wirtschaft beteiligt, während die meisten Arbeitsfähigen relativ selten wegen Corona ausfallen. Wieso sollten also steigende Infektionszahlen die Wirtschaft schädigen? Das tun die versuchten Gegenmaßnahmen um ein vielfaches mehr. Steigende Infektionszahlen bergen vor allemdas Risiko einer gewissen Übersterblichkeit, mit Schwerpunkt bei Älteren und Vorerkrankten. Wenn's dumm läuft, wird diese Übersterblichkeit ziemlich hoch - deshalb muß man das Risiko senken, ohne Frage. Aber man braucht keine weiteren Nebeneffekte dazu erfinden, um die Handlungen zu begründen.
Und ein zweiter, vermutlich ganz böser Gedanke: Lockdown soll ja x Milliarden Kosten verursachen, und geschieht primär um die Risikogruppe, die vor allem die älteren Generationen sind, zu schützen. Wäre da z.B. ein symbolischer Beitrag dieser Generation in Form einer ausgesetzten Rentenerhöhung (oder horribile dictu einer Senkung) nicht ein Zeichen der Solidarität mit all denen, die ihre wirtschaftliche Existenz aufs Spiel sezten müssen, um diese Menschen zu schützen? (z.B. mit dem konkreten Ziel, die offenbar nicht befriedigende Personalsituation im Intensivbereich oder in der Pflege mit diesen Geldern zu verbessern?)