Zitat:
Zitat von Hafu
Das Adoptieren von Kindern aus Dritte-Welt-Ländern (oder anders formuliert: deutlich ärmeren, unterprivilegierten Staaten) ist für mich durchaus kein Argument gegen Rassismus. Es mag kein Rassismus im Sinne der nationalsozialistischen genetisch begründeten Rassenideologie sein, aber es kann durchaus ein Symptom gelebten Kolonialismus sein in dem Sinne, dass man als Angehöriger eines hoch entwickelten, privielegierten Staates (und dort auch noch Angehöriger der Oberschicht) a priori davon ausgeht, dass Kinder (und Menschen) in weniger privilegierten, "armen" Staaten stets unglücklich sind und es deshalb gesellschaftlich wünschenswert ist, möglichst vielen Kindern aus solchen Verhätnissen ein "besseres Leben" (mit mehr Geld, mehr Spielzeug, besserer Bildung usw.) zu ermöglichen.
Natürlich können im Einzelfall ganz andere Motive dahinter stehen, aber es ist ganz sicher kein Widerspruch zum "White supremacy"-Denken....
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Ich kenne dieses Verhalten, erlaube mir aber in ihrem Fall überhaupt kein Urteil über ihre Motivation. Diese kennt vielleicht nur sie selbst.
Da eines ihrer leiblichen Kinder das Down-Syndrom hat, kann ich mir jedenfalls eine "konservativere" Familie vorstellen als die ihrige mit insgesamt 7 Kindern.
(Dass man mit "Kinderreichtum" ihr auch wieder etwas nachsagen könnte, ist mir klar :-)