Zitat:
Zitat von Tobi F.
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Ich tue mir noch schwer einzuschätzen, ob die Corona Infektion Trump nun eher schadet oder eher hilft.
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Da sind sich auch Experten nicht sicher.
Bei den noch wechselbereiten Wählern in den Swing-States (und nur um die geht es ja in den verbleibenden 4 Wochen) werden Trump aber meiner Meinung nach die ganzen Umstände der Covid-19-infektion durchaus einen relevanten Imageschaden zufügen: dass er den ersten positiven test der Öffentlichkeit verschwiegen hat und danach noch einen öffentlichen Termin wahrgenommen hat, dass er Medikamente erhält, die normalen US-Bürger mit denselben Symptomen vorenthalten worden wären, dass er in seiner akut infektösen Phase sich zusammen mit Secret-Service-Mitarbeitern in ein enges schlecht belüftetes Fahrzeug setzt, um seinen Anhängern vor dem Miliäthospital zuzuwinken.
Dies alles wird jetzt noch ein paar Tage bis Wochen lang in den Medien thematisiert werden und wird ihm nicht helfen, unentschlossene Wähler auf seine Seite zu holen.
Wichtiger als landesweite Umfragen, sind ohnehin die Mehrheitsverhältnisse in den Swing-States, wo Clinton die letzte Wahl gegen Trump verloren hatte trotz stabiler Mehrheit unter den Wählern insgesamt in allen Umfragen davor.
Aktuell führt Trump nur noch in drei Swing-States knapp (nämlich Missouri, Texas, Iowa) und hat allenfall noch in drei bis fünf weiteren Swing-States (Florida, Ohio, Giorgia, Arizona, North Carolina) die Chance, das Rennen noch zu drehen.
In allen anderen Staaten (darunter auch mehreren traditionellen Swing-States) führt Biden so haushoch (bzw. z.T. auch Trump so deutlich), dass sich da die Mehrheitsverhältnisse bis zur Wahl nicht mehr ändern können.