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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Wer gewinnt das Pushing Limits Race 2020
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Alt 21.09.2020, 08:28   #132
Hafu
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von abc1971 Beitrag anzeigen
Interessanter Nebenaspekt zum Event
https://community.larasch.de/triathl...rofitriathlon/
Die Kritik nicht eingeladener Profis ist legitim. berücksichtigt aber zu wenig die Besonderheiten des Pandemiejahres 2020, in dem reiheinweise Sportveranstaltungen seitesn der Behörden abgesagt wurden und langfristige Planungen kaum möglich waren.

Das Starterfeld hätte in der primären Konzeption des Profirennens deutlich kleiner sein solllen (geplant waren am Anfang nur je 8 deutsche Athleten bei Männern und Frauen und es hätte kein Preisgeld und keine Spesenerstattung gegeben, so dass jeder Profi nur Unkosten gehabt hätte.

Dafür wären im ursprünglichen Starterfeld nur namhafte Athleten enthalten gewesen (unter anderem auch Sebi Kienle und Patrick Lange), die in der PTO-Rangliste unter den Top50 plaziert waren, so dass es dann vermutlich auch keine Kritik an der Besetzung gegeben hätte, denn keiner der Unterzeichner des auf Larasch.de unterzeichneten Briefes ist in der PTO-Rangliste in den Top50.

Als sich dann durch die gute Vernetzung von Pushing Limits in der Szene Startoptionen auch von internationalen Athleten ergaben (Norweger-Fraktion, Heymerick, im Gespräch war bis eine Woche vor dem Rennen auch ein Olympiasieger lotete Pushing-Limits beim Organisator des Ratingen-Triathlons erst aus, ob sich das Starterfeld durch Doppelbesetzung der Bahnen nicht noch ausweiten ließ, deann kamen unerwartet noch ein paar (z.T. verletzungsbedingte) Rennabsagen und es wurden eben, um die Medienattraktivität zu erhöhen auch noch einige "Young guns" wie z.B. Schwimm-Superstar Magnus Männer, der deutsche "Shooting Star" der Superleague Simon Henseleit (der beim Mostiman nur knapp gegen Blummenfelt verloren hatte) und schließlich noch einige andere Bundesligastarter mit eingeladen, so dass das Feld dann eine auf dem Papier attraktive Mischung aus Top-Langdistanzlern (wie Dreitz, Stein, Kienle), internationalen Startern, Top-Mitteldistanzlern sowie Bundesligastartern wurde.

Auf dem Papier fand ich die Startliste absolut attraktiv. Natürlich war es schade, dass Sebi nicht starten konnte, denn er verleiht jedem Starterfeld noch zusätzliche Attraktivität, aber man hat es unserer Diskussion hier angesehen, dass es vergleichsweise schwierig war, den Rennausgang vorher zu sagen.

Rückblickend würde ich sagen, dass das Starterfeld in dieser Leistungsdichte bei den Männern etwas zu groß war. Wenn PL so ein Rennen wiederholen will ( was ich sehr befürworte) muss die Teilnehmerzahl kleiner werden oder man braucht alternativ eine Strecke mit breiteren Straßen wie in Dubai oder Bahrain, so dass die Begleitfahrzeuge auf die Gegenfahrbahn ausweichen können und keinen Slipstream hinter sich produzieren. Und so eine 20m-Regel, wenn sie aufgestellt wird, muss halt auch kontrolliert werden. Ebenso wie es für Überholvorgänge in Gruppen in Rennen ohne Windschattenfreigabe klare Regeln gibt (z.B. dass man sich nicht einfach in eine Lücke zwängen darf, wie es gestern mehrfach passiert ist), deren Einhaltung dann auch kontrolliert werden muss.

Bin mir sicher, dass es in der Zukunft (ohne die Covid-19-Situation) eine transparentere Zusammensetzung des Starterfeldes geben wird, sei es durch die von Thorsten Radde konzipierte PTO-Rangliste oder evt. zusätzliche Qualifikation-Events, wenn die Idee von reinen Profi-Rennen weiter wachsen sollte. Die Superleague hat vor drei Jahren genauso angefangen mit einem reinen Einladungsrennen (und Kritik an der Zusammensetzung des allerersten Superleague-Feldes in Australien) und später eingeführten Qualifikations-Events.

Aber insgesamt war das Event doch ein "Proof of Concept", dass ein reines Profirennen mit Livestream für eine gewisse Nische an interessierten Zuschauern im Triathlon funktioniert, sportlich attraktiv und unterhaltsam sein kann.
Natürlich gab es Kinderkrankheiten und es wäre perfekt, wenn man so wie bei der Tour allen Startern noch Transponder ans Rad stecken könnte, damit mehr Information, wer gerade wo liegt, im Stream mitgeliefert werden könnten, aber grundsätzlich kann ich mir schon vorstellen, dass solche Events zu einem eigenen Geschäftsmodell aufgebohrt werden können.

Die weniger als zwei Stunden dauernde Olympische Distanz ist halt für ein spannendes und unterhaltsames Sonntag-Nachmittag-Event deutlich medienattraktiver als das 70.3 oder das Ironman-Format.
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