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Zitat:
Zitat von Estebban
Sorry hafu aber du kannst doch einen WorldTour Eintragesklassiker nicht mit einem ironman vergleichen? Bei dem einen geht es bspw in Flandern einen Kopfsteinpflaster Hügel nach dem anderen hoch, da ist 2-3 Stunden Action zum Ziel hin.
Beim ironman - so spannend wir das alle finden anzusehen - wird eine Stunde geschwommen, da kann man kaum identifizieren wer wo ist. ....
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Schonmal Mailand-San Remo verfolgt?
Mindestens die Hälfte der Etappen der Tour de France sind abgesehen vom Finale sportlich gähnend langweilig, da für die Gesamtwertung irrelevant.
Da geht in der ersten Rennstunde eine mehr oder weniger große Ausreißergruppe aus Fahrern, die im GC keine Rolle spielen. So gut wie immer wird diese Gruppe in der letzten halben Stunde des Rennens von den Sprinterteams eingeholt und dann gibt es Spannung um den Etappensieg. Dazwischen passiert sportlich nichts, allenfalls ein paar Massenstürze.
Die Fans schalten trotzdem ein, sofern die Übertragung gut gemacht und gut kommentiert ist. Man braucht für solche Phasen vorproduzierte Einspieler, interviews mit Fahrern, Betreuern und ergänzend wechselnde Gesprächspartner am Mikro (ehemalige Sportler, Experten usw.).
Diese Elemente sind alle gut in Triathlon-Übertragungen zu übernehmen, wie Frodos ironman@home sowie auch die Podersdorf-Übertragung am vergangenen WE überzeugend demonstriert haben.
Keine Sportübertragung benötigt heute mehr 40% Einschaltquote, um sich für Produzenten und Sponsoren zu "rentieren". Solche Zahlen kann allenfalls Fußball bei der WM liefern und gehören selbst dort der Vergangenheit an.
Im Zeitalter global verfügbarer Streams (und der stets vorhandenen Netflixkonkurrenz) genügen 5% Einschaltquote oder weniger in der Zielgruppe, um hochinteressant für Sponsoren und Produzenten zu werden.