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Zitat von qbz
Für mich leben die Menschen heute weitgehend in einer künstlichen, vom Menschen geschaffenen Umwelt, die sich Zivilisation nennt. ... Demgegenüber setzen viele dann einen Begriff von Natur, den ich romantisierend nennen würde, den Traum von der "unberührten" Natur.
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Stimmt, daran könnte man die Schuld Rousseau geben, oder? Wobei die "unberührte" Natur, die man unbedingt erhalten will, oft ein Ergebnis von jahrhundertelangem menschlichen Eingriff ist (z.B. Almwiesen in den Alpen).
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Zitat von qbz
Die Ameise trägt keine Verantwortung für den Elefanten. Sie ist froh, wenn sie nicht von einem Bein getroffen wird. Die Menschen sollten das meiner Ansicht nach nicht tun und Verantwortung für den Elefanten übernehmen.
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Der Mensch muß auch froh sein, wenn er nicht zu stark vom Elefantenbein (z.B. Corona, Erdbeben, ...) getroffen wird. Die Menschen sollen Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen, müssen dies aber nicht zwangsweise für den Elefanten tun. Natürlich sollten wir den Elefanten nicht unnötig reizen, aber wir können nicht leben und agieren, ohne in die Natur einzugreifen, und diese zu verändern - und zwar ohne immer alle Folgen im Voraus abschätzen zu können. Fehler müssen natürlich korrigiert werden, und das tut die Menschheit auch; Umweltschutz ist doch schon ein Thema weltweit. Aber es ist nur ein Wert unter vielen, die leider oft gegeneinander abgewogen werden. Und so wie für Trump America First gilt, gilt für die Menscheit generell: mankind first. (Das sieht ansonsten wohl jede Spezies so).
Der wunsch, als Mensch für die ganze Schöpfung Verantwortung zu übernehmen, ist für mich Teil der erwähnten Selbstüberschätzung oder Größenwahns. Wenn ich sowas höre, kommt mir automatisch die Frage: geht es nicht ein paar Nummern kleiner?