Zitat:
Zitat von Schwarzfahrer
Ich fürchte, der Job des anderen erscheint einem immer weniger komplex, als der eigene. Ich kann Dir versichern, daß auch als Ingenieur, besonders bei Neuentwicklungen, weder die Berechnug noch das tollste Modell eine absolut sichere Aussage liefert, sondern immer nur in Einschränkung der Annahmen, die man getroffen hat (ob sie richtig sind, weiß man oft auch nicht). Ich schätze, mit den Problemen, die Du bei Journalisten beschreibst, schlagen sich viele Berufsgruppen herum, jeweils auf ihre Weise. Nimmt man grundsätzlich an, daß andere es auch nicht einfacher haben als man selbst, wird man automatisch etwas zurückhaltender mit schneller Kritik.
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Da hast Du sicher Recht!
Allerdings vermute ich (ohne eine belastbare Statistik erstellt zu haben), dass technische Diskussionen in den meisten Fällen unter Fachleuten geführt werden. Erst wenn mal eine Brücke einstürzt, erreicht die Diskussion dann ein breites Laienpublikum. Hingegen liegt es beim Journalismus in der Natur der Sache, dass sehr viele mitdiskutieren - schließlich richtet sich Journalismus ja auch meist an ein sehr großes und breites Publikum.
Ich will mich darüber gar nicht beschweren, das große Publikum ist schließlich Teil, Sinn und Zweck des Journalismus. Allerdings melden sich dann halt oft auch sehr, sehr viele Leute unterschiedlicher Kompetenzniveaus zu Wort ...