Zitat:
Zitat von Schwarzfahrer
Zumindest bei Klimawandel und Impfungen geht es den meisten Kritikern nicht darum, ob die pauschale Aussage stimmt, sondern um Differenzierungen bzw. den zu ziehenden Schlüssen. Klimawandel gibt es, aber welche Maßnahmen dazu sind wirksam und sinnvoll - das sind keine Fakten, sondern Meinungen, die man mit Argumenten stützen oder widerlegen kann. Welche Impfungen sind von großem Nutzen, welche fragwürdig und für wen zu empfehlen oder nicht - das ist ein weites Feld für Meinungen, Abwägungen, Argumente. Nur wer jede Kritik als Leugung des Grundkonzeptes interpretiert, und mit den Flat-Earthern gleichsetzt, provoziert Spaltung durch ein schwarz-weisses Freund-Feind-Bild. Ich halte jeden Wunsch nach "einheitlicher" Meinung in der Gesellschaft für problematisch; man kann jede (vermeintlich oder tatsächlich falsche) Aussage widerlegen, ohne vorschnell die Person als Spinner, Idiot oder gar gefährlich zu qualifizieren.
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Damit umschreibst du schön die Taktik, durch abstruse, immer wieder wiederholte "Argumente" bekannte und erwiesene Sachverhalte immer wieder sinnlos in Frage zu stellen, so dass die belegten Tatsachen trotz aller Beweise beschädigt werden. Nennt sich auch gerne "Zu-Tode-Diskutieren". Die Debatte wird so in eine Richtung gelenkt, dass sie möglichst wirkungslos bleibt und eben keine Maßnahmen ergriffen werden.
Schön zu beobachten bei der Klimadiskussion. Die wissenschaftlichen Ergebnisse und Beobachtung sind eindeutig. Daran ändert auch nichts, dass einzelne "Wissenschaftler" den Klimawandel leugnen. Trotzdem werden diese Leute mit vermeintlich abweichender Argumentation von Leute auf seriöses Level gehoben, so dass man selbst ein Argument hat, keine Maßnahmen zur CO2-Reduktion ergreifen zu müssen.
Die vermeintlich Spaltung wird ja genau von den Spaltern herbei geführt und zwar bewusst. Und natürlich sind solche Spalter keine vertrauenswürdigen Quellen und können daher ohne Erkenntnisverlust ignoriert werden.