Zitat:
Zitat von Schlumpf2017
Du bist einfach verrückt..verrückt toll.
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Wenn Du wüsstest
Zitat:
Zitat von hanse987
Ostern mit Dreikampf hört sich doch gut an. Ich hoffe euch allen geht es Gut.
Ich hatte heute Entlastungstag und hab die große Zehe mal in den Baggerweiher gehalten. Man bin ich ein Weichei geworden.
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Ich hatte das Bild auf FB gesehen. Statt Weichei würde ich mutig sagen
Und danke, uns geht es den Umständen entsprechend gut, deswegen oder obwohl oder noch, keine Ahnung. Ich schreibe einfach mal.
Der 44 Stunden Ironman
Aus Trotz. Ich glaube, meine Eltern meinten früher, ich wäre in der üblichen Trotzkopfphase eher pflegeleicht geblieben. Nun, das Leben holt manches nach

. In den vergangenen Jahren bestand ich öfters auf meinen Willen.
Die letzten Monate waren auch zu oft arg deprimierend, Krebs, Demenz, im Innern die MS lauernd, außen Corona mit allen Risiken und Ängsten. Plantarfasziitis und manch anderes lassen mich zweifeln, ob ich noch lange meine Träume leben darf. Liegenbleiben wird immer verlockender.
Ausgerechnet die Absage von Roth wird für mich zum Wendepunkt. Sehr traurig, aber, egal wie oft schon als Formulierung benutzt, alternativlos. Zumindest habe ich Gewissheit, kann mir neue Ziele suchen. Etwas daheim vor Ort, ein Ausdauerwettkampf, herausfordernd, in manchen Augen wohl dämlich, für mich verlockend. Nach etlichen Tagen Träumerei festigt sich nach und nach das Ziel.
Alle Wege führen nach Roth. Oder besser:
R-Rudern
O-Offroad Bike
T-Traben
H-Heimat.
Genauer, die 3,8 km Schwimmen ersetze ich durch 10 Km Rudern auf dem heimischen Ergometer. Dank diversen Tricks von Herzblatt packe ich irgendwann sogar mehr als meine üblichen 4 km in 30 Minuten. Es macht zudem mit motivierender Musik gehörig Spaß.
Die 180 Km auf gesperrten Straßen mit dem leichten, flotten Zeitfahrrad ersetze ich durch 180 km MTB auf Radwegen, teils mit Trage- oder Schiebepassagen, mit ausrangierten Laufschuhen, holprige Wege, Ampeln.
Gerade dieser Part ist für mich als Symbol für die aktuelle Corona-Zeit wichtig. Es ist schwer, sehr schwer, ewig lang, ein sonst lahmer 20er Schnitt jetzt die sportliche Referenz, aber trotz allem öffnen sich auch neue Chancen. Herrliche Landschaften, frei zum Träumen, Abschalten.
Unvorstellbar ist Nummer 3, der Marathon. ich pausiere beim Laufen jetzt schon seit Monaten, weil mein Fersensporn, besonders rechts, immer mal wieder muckt. Nicht dramatisch, doch ich will mich nicht wieder so lange plagen müssen wie 2011.
Das Bruttozeitlimit sind nach dem Start 44 Stunden. Die Pausen zwischen den Disziplinen zählen für die Nettozeit nicht. Jede Disziplin muss allerdings ohne Pause gefinisht werden. Für die Nettozeiten gibt es Zeitlimits. Nr. 1 nach dem Rudern und Rad sind 10 Stunden, 15 insgesamt. Das wird knapp, mit meinem aktuell eingeschränkten Holpern eigentlich unmöglich, trotzdem brauche ich ein Ziel.
Ganz wichtig ist mir, dies ohne fremde Hilfe zu bewältigen und auch keine zu verursachen. Es gibt aktuell Wichtigeres.
Genauso darf es, abgesehen von den üblichen 1-2 Tagen Nachwettkampfhumpeln keine gravierenden Nachwirkungen geben. Gesund bleiben hat Vorrang.
Doch langfristig zehre ich nicht nur mental enorm von solchen Aktionen, sondern auch körperlich.
Also steht fest, irgendwann, die Startzeit ist frei wählbar.
Ich will