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Ich würde mal jetzt den Jugendbegriff auf junge Erwachsene ausweiten wollen.
Da gibt es etwas, wo mir die heutige Generation im Vergleich zu meiner richtig leid tut. Das ist zum einen der breite Numerus Clausus und zum anderen das Bologna-Studium mit dem Masterstudiengang. Wer Medizin oder Psychologie studieren will, braucht ein hervorragendes Abizeugnis. Anschliessend kommt der Druck, in das Masterstudium zu gelangen, dann die bekannte "Praktikantenzeit". Ich persönlich bin froh, dass das vor 50 Jahren noch anders war, obwohl der NC damals schon in diversen Fächern, auch in meinem, angewandt wurde (aber nicht so extreme Noten). Ich erlebte es im Bekanntenkreis, wie eine junge Frau erst Medizin, dann nach zahlreichen Bewerbungen, Psychologie studiert und sich an X-Unis in DE bewarb, obwohl sie gerne in Berlin bleiben wollte, und jetzt in Ulm Psychologie studiert. Wir hatten damals mehr Wahlmöglichkeiten und wählten Unis zum Teil aus nach Professoren, bei denen man studieren wollte oder nach inhaltlichen Schwerpunkten. Aber die heutige Generation kennt es nicht anders, in zahlreichen Fächern ein verschultes Studium unter Prüfungs- und Leistungsdruck.
Sicher ist das unter anderem ein Ergebnis davon, dass heute ca. 30 % Abi haben wie früher ca. 12-15 %.
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