Zitat:
Zitat von ThomasG
Wir kriegen ja schon lange erzählt Bildung wäre der Schlüssel zum beruflichen Erfolg.
Wenn selbst hochqualifizierte und im Prinzip relativ begehrte Leute zur Qualifikation passenden Job sich nur ergattern können, wenn sie lange Anfahrtswege und lange Abwesenheitszeiten von der eigenen Heimat in Kauf nehmen, dann sollte das auch den Hochqualifizierten so langsam aber sicher zu denken geben.
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In einer Zeit mit fast Vollbeschäftigung und extremen Schwierigkeiten, gut ausgebildete Kollegen neu einzustellen wenn einer geht, glaube ich nicht an diesem Zwang. Gerade mit guter Ausbildung in begehrten Fachberufen kann man sich die Jobs oft aussuchen, vor allem wenn man in entsprechenden Gegenden wohnt (industrielle Ballungszentren) - je nach Priorität allerdings. Die meisten nehmen Jobs in großer Entfernung an, weil ihnen die höhere Bezahlung, der Karrieresprung wichtiger erscheinen als Familie und Lebenszeit. Angesichts der Bezahlung von Ingenieuren (das ist mein Beruf, das ich kenne) fehlt mir allerdings das Verständnis. Ich arbeite 24 h die Woche mit entsprechend gekürztem Gehalt seit 25 Jahren (meine Frau ebenso), und kann mir alles leisten, was m.M.n. der Mensch braucht (haben u.a. ein eigenes abbezahltes Haus, genug Urlaub, 9 Fahrräder

und einen schönen Garten). Mit doppeltem oder dreifachem Einkommen könnte ich auch nicht nach 10 Jahren auf die Bahamas aussteigen - also wo ist der Gewinn? Mir fehlt halt der Ehrgeiz ein Häuptling im Job zu sein, das macht es natürlich einfacher. Aber es muß ja auch noch Indianer geben, oder?