Ich glaube, die Antwort hängt sehr davon ab, in welchem Alter man mit Sport (bes. wettkampforientiert) angefangen hat, und wie der Ehrgeiz sich entwickelt hat.
Ich kenne Leute, die als Teenager schon Leichtathletik-Wettkämpfe bestritten, die mit 35 oder 40 sehr deprimiert sind, weil sie die frühere Leistung schon lange nicht mehr erreichen (und mich gleichzeitig immer noch in Grund und Boden liefen

)
Ich fing nach vielen Jahren "Wohlfühlsport" mit 40 an, für Triathlon gezielt zu trainieren; aber erst nach den ersten "Erfolgen" (finishen unter 50 % vom Feld) kam ein gewisser Ehrgeiz, so daß ich mit 47 - 49 meine besten Jahre hatte, und das Gefühl bekam, daß ich das sicher noch mindestens 5 Jahre ein wenig weiter steigern kann (Träume von Hawaii kamen auf...). Es kam dann anders, und ich werde nie erfahren, ob ich es hätte steigern können, da erst ein Unfall, dann Haus-Umbau und eine chronische Krankheit, und inzwischen ein Herzfehler zu deutlichen Abstrichen zwangen (heute bin ich bald 57). Ich habe zwar immer noch das Gefühl, daß ohne die Herz-Begrenzung ich in die Größenordnung der Ausdauerleistung von früher kommen könnte, aber ich bin ziemlich sicher, daß die Spritzigkeit (also vor allem Schnelligkeit, Leistungsspitzen) auf jeden Fall nicht mehr erreichbar wären.