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Zitat von tridinski
Der Bilanz-Ansatz funktioniert bei manchen Leuten, aber längst nicht bei allen. Rechnerisch ist das natürlich logisch und trivial, aber in der Praxis ist das oft nicht länger als eine gewisse Zeit durchzuhalten, bevor dann der Kollege Yoyo zuschlägt.
Was man ebenfalls berücksichtigen sollte ist dass eine Kalorie nicht gleich einer Kalorie ist, also KH ungleich Fett ungleich Protein. Das begründet sich dadurch, dass die Verarbeitungswege im Körper ganz unterschiedlich sind, zB ist die Insulinausschüttung bei Zucker höher als bei Stärke, Stärke etwa gleich wie bei Protein, und bei Fett am niedrigsten (vereinfachte Darstellung). Je geringer der Insulinspiegel, desto weniger wird in die Zellen geschleust und dauerhaft eingelagert. D.h. je nach Veranlagung kann es sein dass du bei einer KH-lastigen Ernährung zunimmst, bei gleich viel kcal Protein/Fett aber abnimmst.
Neben der Insulingeschichte sind auch die beteiligten Enzyme andere und vieles mehr. Die reine kcal-Bilanz sagt da wenig aus was wirklich passiert.
Ich finde low-Carb verträgt sich gut mit Ausdauertraining, 80-90% extensiv im GA-Bereich erfordert wenig bis keine KH, beim Rest (intensiv bzw. Kraft) sind Carbs natürlich schon hilfreich. Oder nach der Belastung zur Einleitung der Regeneration. Dazu können aber die meisten Hauptmahlzeiten durchaus low carb sein.
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Der Bilanz-Ansatz funktioniert bei den Leuten, die realistisch an Ihren Grundumsatz rangehen und vor allem realistisch sein können bei dem was über den Tag hinweg so reinkommt.
Alles andere, Insulinausschüttung etc. ist nicht falsch und kann für Detailarbeit zur Leistungsverbesserung sicher hilfreich sein. Am Ende des Tages nimmt derjenige ab, der sich die 300 Kalorien an Schokolade oder auch Sellerie verkneifen kann. Derjenige der bei ausgeglichener Bilanz noch 300 Kalorien zu sich nimmt, nimmt zu.
1gramm fett hat mehr Kalorien als 1g Kh. Eine Kalorie ist und bleibt aber eine Kalorie