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Ja, warum ist es so?
Dieses "Warum" benötigt zwei Seiten. Erstens einen Vorfall, und zweitens die Reaktion darauf. Beispiel: Adam isst einen Apfel, und Gott ist fürchterlich beleidigt.
Die Bibel erklärt nur eine dieser zwei Seiten, nämlich den Apfel.
Was ist mit der zweiten Seite, Gottes Reaktion? Warum musste sie genau so ausfallen und nicht anders? Darüber sagt die Bibel nichts.
Wie entkommt Gott dem Verdacht, er sei ein jämmerlicher Feigling, wenn er sich an Kindern rächt? Die Antwort darauf kann nicht sein, dass es einen "Sündenfall" gab, denn das ist nur die eine Seite. Die andere Seite, die Reaktion darauf, hätte auch ganz anders ausfallen können. Solange die Bibel nicht seine Reaktion plausibel machen kann, anstatt sie lapidar festzustellen, erklärt die Bibel überhaupt nichts, auch nicht den Sündenfall.
Deswegen kann der Sündenfall keine Erklärung oder Rechtfertigung sein für Kinderkrebs. Es fehlt die Erläuterung, warum beides sinnvoll und gerechterweise zusammenhängt.
Wie kann Gott auf den Sündenfall in einer Weise reagieren, die ihn nicht selbst ins Unrecht setzt? Die Tatsache, dass es Kinderkrebs gibt, setzt ihn ins Unrecht. Wer das bestreitet, muss zwangsläufig der Meinung sein, Kinderkrebs wäre gerecht.
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