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Zitat von chris.fall
Ich habe Dir da mal eine wenig hinterhergeschnüffelt und dadurch zumindest eine belastbare Aussage zu „meinem“ Kindersitz gefunden: Der ist erlaubt!
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Zum Glück vergissts Internet oft nix (nicht immer, ich hatte mal im Triathlon-DarkRoom (3athlon) ne Pflegekombi für Winterhaut gepostet im guten Glauben, da immer nachgucken zu können, wenn ich nimmer wüsste, wie die beiden Plörren heissen, aber denkste Puppe...)
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Dass ein Longjohn etwas gewöhnungsbedürftig besonders beim Anfahren ist, liest man ja immer wieder. Dass das allerdings so krass ist, dass man deswegen wie ein Affe auf dem Schleifstein sitzen muss, ist mir neu. Deine Hinweise bestärken mich allerdings darin, auf jeden Fall ein paar von den Kisten probe zu fahren.
Wenn ich mir die Hompage von Urban Arrow so anschaue, sehe ich da allerdings nur Zuladungen (Ein Kind, das schon groß genug wäre, um selber zu fahren, und eine Einkaufstüte;-) dass ich mich wirklich ernsthaft frage, wieso man dafür so ein – auch Deiner Beschreibung nach – schwer (an)fahrbares Trum benötige: Eine mit Einkäufen schwer beladene Satteltasche, eine Kind im Sitz hinten, eins im Sitz vorne und schon habe ich für wenig(er) Geld eine schlingernde schwer zu fahrende Kutsche.
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Nun, wie oben geschrieben, hab die sich beide auf irgendne Klientel festgelegt. Der Urban Arrow dient eher dem Biedermann, der aus der Vielfalt der verwendbaren Module sowieso nicht weiss, welches er auswählen soll und dann doch die Badewanne nimmt, Kindersitze reinschlossern lässt (wenn er Kinder hat) und (wenners gut mit ihnen meint) den Persenning für schlechtes Wetter drüberzieht.
Das ist nicht grad die sportlichste Kreatur und wenn, ist nach der ersten Probefahrt das UA aus der Auswahl raus.
Mittlerweile habense ja wenigstens brauchbare Bremsen, zu meiner Zeit gabs serienmässig erstmal die Rollerbrake;- lebensgefährlich an so nem Ding.
Ein Kunde wollte mal partout keinen Aufpreis für die Scheibenbremse löhnen und landete mit dem (unbeladenen) Bike an der nächsten roten Ampel (100m) im Querverkehr und kam fuchsteufelswild zurück. Umbau natürlich so gut wie nicht möglich, da anderes HR, andere Gabel und VR...
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Wegen dieser Beiträge von Dir finde ich das Bullit mittlerweile sehr interessant, die Konstruktion erscheint mir wesentlich durchdachter als die vom Urban Arrow und die einzige meiner Anforderungen, die es nicht erfüllt, ist die nach der „geschlossenen Fahrgastzelle“. Gemäß der Philosophie dieses Rades ließe sich das aber garantiert in Form eines passenden Aufbaus regeln.
Besonders gefällt mir am Bullit auch, dass die Rahmengeometrie eine auch für mich vernünftige Sitzposition möglich macht. Denn ein Anwendungsfall wäre für mich, mein Töchterchen damit zu seiner 10km entfernt wohnenden Mutter zu fahren. Im Moment mache ich das immer mit meinem ältesten Triathlonrad und dem Anhänger und benötige dafür insgesamt ca. 90 Minuten. Wenn ich das mit einem LR machen würde, will ich dann auch vernünftig darauf sitzen. Daher die ernst gemeinte Frage ob die Sitzposition vom Urban Arrow wirklich (zum Anfahren) nötig ist? Auch in dieser Hinsicht gefällt mir das Bullit deutlich besser.
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Gut, Geo ist natürlich ne höchst individuelle Geschichte, rein vom Rahmen her lässt das Bullit aber sicher einiges zu.
Wir haben schlicht ne Kiste drauf, die grösste, die es gab, schlichten da das Altpapier und die Kartonagen rein und wenn der Kasten voll ist, fahr ich das Zeug weg.
Was man beim Bullit, grad im Vergleich zu beispielsweise nem Riese&Müller Load nicht ausser Acht lassen sollte, ist, dass es (serienmässig, es gibt ne Federgabel wahlweise gg. Aufpreis) komplett ungefedert ist.
Die 47er Reifen sind alles und bei der potentiellen Zuladung ist da nix mit wenig Luftdruck. Weniger wg. Durchschlägen, das Fuhrwerk schaukelt sich schlicht auf, dass einem Angst und Bange wird.
Hab vorne den breitesten 20"-Reifen reingemacht, der passte (hinten geht nedd mehr), das bringt aber haargenau gar nix, denn der muss auch mindestens 3,5-4 bar haben, sonst hauts dir bergab schnell mal den Lenker aus der Hand vor Vorderradflattern.
Das alles ist mit nem Load null Thema. Dank Federung vorne und hinten bügelste da einfach überall drüber, wo das Bullit hoppelt und hoppst wie n Rodeogaul.
Leichter wirds Load dadurch aber natürlich wiederum nedd.
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Hast Du das wirklich schon mal damit gemacht?
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Ich nicht, nein. Nur mal drüber gelesen.
So wie manche kein Auto haben, hab ich keinen Wäschetrockner (bzw. nur so n altmodisches Ding, das mit ner Solar-/Windkombi trocknet, namens Wäscheleine) und auch keine Spülmaschine...
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Wie schon gesagt, ich denke über die Anschaffung eines LR nach, da finde ich diese Diskussion sehr hilfreich! Es kann auch gut sein, dass ich schlussendlich einfach bei einem Kinder- und einem Lastenanhänger bleibe.
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Also, ehrlich gesagt, ist diese Anhänger-Lösung die flexibelste und preisgünstig dazu.
Ich sehe das Lastenrad eher da, wo eine vernüftige Anhängerlösung nicht möglich ist (wennst beispielsweise ne Werkstatt draufbauen willst oder ne mobile Kaffeemaschine oder so. Oder Pakete auslieferst usw.)
Das wird ja grad am Urban Arrow offenbar: die grosse Schüssel vorne drauf bietet die meisten Möglichkeiten, weilst die Kinder reinsetzen, aber auch Einkäufe und sonstiges Speditionsgut einfach reinwerfen kannst wie in den Kofferraum beim Auto.