Moin,
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Zitat von PabT
Das ist ein nicht ganz unwichtiger Aspekt, ja. Ich war mit keiner Fahrradpanne mehr als wenige Minuten allein, immer - immer! - war bald jemand da, der helfen wollte. Deswegen vermeide ich es auch, für selbst geleistete Hilfe Gegenleistungen anzunehmen: es geht im Großen und Ganzen schon auf, wenn der aktuelle Hilfeempfänger verspricht, dem nächsten, der Unterstützung benötigt, beizustehen. 
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Das ist für mich eine tolle Erfahrung gewesen, wie sehr mir und uns viele Menschen - auch mit Kleinigkeiten - geholfen haben und wir sehr sich manche dafür auch ins Zeug gelegt haben! Ich hoffe, ich kann das auch mal zurück geben.
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Zitat von Foxi
Solche Ereignisse können tatsächlich die Weltsicht verändern - und das ist vielleicht auch gut so... Schön, dass du wieder online bist und so offen über deine Einsicht schreibst. Ja, wer weiß schon, wofür sowas gut ist...? Keiner.
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Zitat von FlyLive
Ich bin echt froh, das Du den Unfall als glimpflich davon gekommen, einstufst !
(...)
Du wirst die richtigen Schlüsse aus der Sache ziehen !
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Nunja, man braucht NIE weit zu gucken, um jemanden zu finden, den es noch schlimmer erwischt hat: Auch und gerade hier im Forum sind ja so einige unterwegs!... Im Vergleich dazu ist uns - und besonders mir! - GAR NICHTS passiert. Meine Freundin hatte heute eine Untersuchung, die uns deutlich optimistischer macht, dass auch bei ihr alles wieder in Ordnung kommt. Es wird wohl ein paar Monate dauern, aber es wird wieder in Ordnung kommen!
Vielleicht ist es auch gerade so, dass die Menschheit nur deshalb noch existiert, weil es ein „jetzt erst-recht-Gen“ gibt? Oder bekommt man da einen falschen Eindruck, weil die Menschen, die unter solchen Schicksalsschlägen zusammenbrechen, dann natürlich auch keinen Blog hier schreiben und auch sonst nirgendwo mehr auftauchen? „Querschnittsgelähmter wird zum Misantrophen und verbringt sein Leben mit Alkohol und Unterschichtenfernrsehen“ verkauft wohl keine einzige Zeitung und bekommt auch keine Klicks.
Ich wünsche mir für mich, dass ich mir dieses Gefühl und diese Erfahrung bewahre und weiter daraus lerne. Das wird gar nicht so einfach. Einmal habe ich meine „neue Weisheit“ schon vergessen und mich wirklich unnötig geärgert und aufgeregt: Vor zwei Wochen war ich vier bis fünf Tage mit meinem Töchterchen alleine zu Hause, weil ihre Mutter nicht auf ihren Urlaub verzichten wollte und die Kleine dann auch noch eine ziemlich ansteckende Virusinfektion hatte, so dass sie nicht in den KiGa konnte und wir auch keine Besuch bekommen haben. Es ist natürlich toll, mal so viel Zeit mit und für sei Kind zu haben. Aber bei meinem Zustand war das natürlich ziemlich anstrengend und z.T. auch schmerzhaft. Als ich mich wieder einmal bücken musste (arghhh!...) und mir dann beim Aufrichten noch den Kopf gestoßen habe, hat sich der Stuhl leider einen Tritt eingefangen…
Viele Grüße,
Christian