gemeinsam zwiften | youtube | forum heute
Triathlon Coaching
Triathlon Coaching
Individueller Trainingsplan vom persönlichen Coach
Wissenschaftliches Training
Doppeltes Radtraining: Straße und Rolle mit separaten Programmen
Persönlich: Regelmäßige Video-Termine
Mehr erfahren: Jetzt unverbindlichen Video-Talk buchen!
triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Klimawandel: Und alle schauen zu dabei
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 20.08.2019, 08:28   #2211
qbz
Szenekenner
 
Benutzerbild von qbz
 
Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 12.676
Dürren in Europa

Zitat:
Zitat von Nobodyknows Beitrag anzeigen
........
Das fällt mir doch wieder der Christian Lindner und die Sache mit den Profis ein.
........
"Nach dem Bericht des Weltklimarates IPCC von 2014 wird die globale Erwärmung allgemein dazu führen, dass global die trockenen Gebiete trockener und die feuchten Gebiete feuchter werden. Das trifft auch auf Europa als Ganzes zu: Südeuropa wird nach Modellprojektionen des Szenarios A1B trockener und Nordeuropa feuchter. So wird die Mittelmeerregion am Ende des 21. Jahrhunderts (2071-2100) mehr, längere und stärkere Dürren erfahren, besonders in Spanien, Griechenland und der Türkei, Skandinavien dagegen weniger, kürzere und schwächere Dürren.

Je nach zugrunde liegendem Dürre-Index nimmt die Dürrehäufigkeit nach dem A1B-Szenario im Mittelmeerraum bis zum Ende des 21. Jahrhunderts mehr oder weniger stark zu, nach dem SPI-Index, der nur die Niederschläge berücksichtigt, um bis zu 2 Dürreereignisse mehr pro Jahrzehnt und nach dem SPEI-Index, in den auch Temperatur und die Verdunstung eingehen, um bis zu 2,5 Ereignisse mehr pro Jahrzehnt.[7] In Mitteleuropa zeigt sich ein gemischtes Bild. Deutschland und die Benelux-Länder zeigen eine Abnahme der Dürrehäufigkeit unter Berücksichtigung nur der Niederschläge, das östliche Mitteleuropa eine leichte Zunahme. Wenn die Verdunstung mit einbezogen wird, nimmt die Anzahl der Dürren von Ostdeutschland bis nach Osteuropa dagegen deutlich zu. Besonders stark ist die Abnahme der Dürrehäufigkeit aufgrund zunehmender Niederschläge in Skandinavien und dem nordwestlichen Russland ausgeprägt. Da auch hier die Temperaturen stark ansteigen und die Verdunstung zunehmen wird, fällt dieser Trend etwas schwächer nach dem SPEI-Index aus."

https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Dürren_in_Europa

Die Sommertrockenheit in Brandenburg in den beiden letzten Jahren, was zu vermehrten Ernteausfällen, Waldbränden und zu verstärkten Waldschäden führte, ist vermutlich auf den durch die Erwärmung geänderten Jetstream zurückzuführen. Brandenburg gehörte halt schon vor dem Klimawandel, weil so östlich gelegen und topfeben, zu einem Land mit den niedrigsten Niederschlägen in DE. Daran ändern auch die früheren Sumpfgebiete in den sog. Brandenburger Urstromtälern nichts (Berlin z.B.).

Klimawissenschaftler Stefan Rahmsdorf erklärt den Jetstream. Youtube Video, 46min.

Geändert von qbz (20.08.2019 um 08:49 Uhr).
qbz ist offline   Mit Zitat antworten