Guten Morgen an alle!
Jetzt ist es über eine Woche her, dass ich den Kadaver durch die Eifeler Wälder und durchs Venn geschleift habe. Und schleifen trifft es wohl am besten...
Ich habe noch nie bei einem Wettkampf bzw einem Ultra so gelitten wie auf diesen 56 km.
Bewusst langsam losgelaufen in dem Wissen, dass man ohne Training eigentlich überhaupt nicht starten sollte (aber - es ist doch Monschau - nicht starten? Irgendwie keine Option).
Die ersten 25 km waren okay. Wenn man die Strecke mittlerweile nahezu auswendig kennt, weiß man, wo man besser Tempo (falls man davon überhaupt sprechen kann

) rausnimmt und wo der nächste VP wartet, wo man es laufen lassen kann etc. Dann aber wurde es fies. Die Waden wollten nicht mehr so wirklich, die Oberschenkel wurden mit jeder Steigung schwerer, die Nahrungsaufnahme klappte nicht wirklich (ein leider dauerhaftes Problem bei mir - unter Belastung mag mein Körper kaum etwas zu sich nehmen)... Schritt für Schritt immer weiter, denn komischerweise ist in Monschau Aufgeben noch weniger eine Option als sonst schon und ein DNF mehr als unvorstellbar, die Landschaft, die Strecke, die Leute an der Strecke - alles wie immer wunderbar, und der Gedanke, dass der beste Mann von allen irgendwann einzuholen war (der war nämlich beim "Genussmarathon", der etwas später gestartet wurde, unterwegs) trugen den Kadaver dann doch voran.
Erst nach km 43 hatte ich meinen Mann dann eingeholt und irgendwie dann beschlossen, dass ich (sch...auf die Zeit) mit ihm zusammen bis ins Ziel laufe.
Und tatsächlich - irgendwann war es vorbei, der Zielbogen durchschritten und alles gut.
Und weil nach Monschau immer auch vor Monschau ist, habe ich dann im nächsten Jahr dieselbe Startnummer wie in diesem

.Ich würde sagen, das schreit geradezu nach einer "Wiedergutmachung".
Euch allen wünsche ich einen entspannten und sonnigen Start in die neue Woche! Genießt das Leben so gut es geht!
