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Alt 29.07.2019, 20:21   #207
Hafu
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Bleierpel Beitrag anzeigen
Ich habe zwei Fragen:
1. er hat ne 2. Chance verdient, nicht im Sport => wo? Ginge in deinen Augen Amateur?
2. Wie wirkt sich der damalige Wettbewerbsvorteil heute noch aus?
...:
Die Frage geht zwar nicht an mich, aber ich habe gerade Zeit, meinen Senf dazu zu geben und wie bereits geschrieben fühle ich mich von der Grundproblematik ähnlich betroffen wie Iaux.

Ad 1.: Die zweite Chance hat ein Doper in anderen Berufen, auf gar keinen Fall aber als Betreuer, Trainer oder sonstwo im Sport verdient. Im Profisport geht es für viele Profi-Athleten um existenzielle Fragestellungen, darum ob man seinen Kindern eine gute Ausbildung finanzieren kann, ob man seine Miete bezahlen kann usw.
Da ist die Versuchung für den Ex-Doper im Falle ausbleibender Erfolge bei sauberer Sportausübung dann doch wieder zu verbotenen Mitteln und Methoden zu greifen viel zu groß.

Weitere Sportausübung als Amateur halte ich zwar nicht zwingend für wünschenswert wegen Ad2.) persönlich für akzeptabel, denn da nimmt der Ex-Doper letztlich niemandem wirklich was weg (außer vielleicht mal eine Medaille oder einen Kona-Slot). Aber es geht bei Amateuren niemals um existenzielle Fragestellungen wie im Profisport sondern letztlich um den Kampf gegen sich selbst und seine selbstgesteckten Ziele.

Ad2. Wie sich der damalige Wettbewerbsvorteil heute noch auswirkt, weiß niemand, aber Wachstumshormone z.B. haben Langzeitwirkungen: sie führen auch bei Einnnahme nach Beendigung der Wachstumsphase z.B. zur Vergrößerung der Akren (Kinn, Nase, Hände, Füße). Dass man mit größeren Füßen und größeren Händen im Triathlon mögliche Wettbewerbsvorteile hat, ebenso wie durch infolge anabolen Steroiddopings und Somatotroping angewachsene Muskelmasse, dürfte unstrittig sein, auch wenn es im Leistungssport dazu keine Langzeitstudien gibt.

Die Dopingopfer der langjährigen Dopingpraxis in der DDR leiden heute noch unter Nebenwirkungen und haben deshalb auch Rentenansprüche deshalb vor Gericht erstritten. Wenn die Nebenwirkungen jahrzehntelang spürbar sind, muss man auch damit rechnen, dass manche Wirkungen jahrzehntelang anhalten
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