Zitat:
Zitat von Carlos85
was meinst du, wie das System sonst funktionieren soll? Warum sollte die Bank Interesse daran haben, dein Geld zu nehmen und dir Zinsen zu zahlen, wenn sie damit nicht arbeiten kann? (Mal davon abgesehen, dass es derzeit eben kaum Zinsen gibt)
Je länger ein Kunde Geld anlegt, desto mehr davon kann die Bank „ausgeben“.
Ich kenn die genauen Zahlen nicht (mehr), aber sagen wir zb. von 100€ Tagesgeld darf die Bank 5€ weitergeben, da ja das Risiko besteht, dass der Kunde jederzeit das Geld abholen könnte.
Von einem 10 jährigen Festgeld kann die Bank deutlich mehr und deutlich länger als Kredit herausgeben.
Mit arbeiten ist gemeint: das Geld in Form von Krediten weitergeben.
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Welches Verhältnis müssen die Banken bei der Kreditvergabe zwischen Krediten mit Kundengeldern (Einlagen), wie Du es als einfaches Beispiel angeführt hast, und bei der Vergabe von Krediten aus bei der Zentralbank geliehenem Geld oder der Giralgeldschöpfung einhalten? Die Banken erhalten doch Geld von der Zentralbank heutzutage fast ohne Zins, das sie dann verleihen oder mit dem sie handeln. Ausserdem können sie selbst Giralgeld schöpfen und als Kredit verleihen und müssen davon nur, glaube ich, ca. 1 % bei der Zentralbank deponieren. Die Summe des geschöpften Giralgeldes soll ein Mehrfaches der Kundeneinlagen betragen.
"Die Giralgeldschöpfung ist ein Buchungsakt. Insbesondere müssen Geschäftsbanken dieses neue Geld (D) nicht vorher als Eigenkapital besessen haben, nicht als Kundeneinlagen in ihrer Bilanz gehalten haben und nicht von der Zentralbank oder anderen Geschäftsbanken leihen. Sie müssen allerdings in der Folge dieser Giralgeldschöpfung die Mindestreserveanforderungen der Zentralbank einhalten sowie die Mindesteigenkapitalanforderungen für Kreditrisiken erfüllen."
Geldschöpfung