Ich finde das ist hier eine sehr spannende Diskussion, so offen habe ich es bisher noch nie erlebt, danke.
Und trotzdem bleibt für mich mehr als die Frage nach dem Umgang mit dem Thema.
Vielleicht ist das Geheimnis, warum wir so ungern über Geldgeschäfte reden gar keins,
vielleicht wissen wir ja:
Geld kann sich ja nicht so einfach vermehren, weder durch Zinsen, noch durch Aktien noch durch andere Anlagen.
Ich stelle mir immer vor, eine Bank ist ein Schuhkarton.
In den lege ich 100 Euro, mache ihn zu und gebe ihn weg, wem auch immer, welchem Geldinstitut auch immer und bitte um Vermehrung.
Nach genau einem Jahr komme ich und erwarte, dass da mehr drin ist, als ich hineingetan habe...
Woher kommt diese Erwartung, noch verrückter, woher kommt das Geld, was vielleicht tatsächlich als "Mehr" in meinem Karton liegt ?
Wenn ich davon ausgehe, dass da im Keller keine Gelddruckmaschine steht, sich also die verfügbare Geldmenge nicht vergrößert hat, was ja Inflation wäre, dann bleibt nur noch: es fehlt an anderer Stelle, ist dort gezogen, gestohlen, geraubt, erpresst oder ergaunert worden.
Und das hat nur gefunzt, weil meine Bank schlauer, gerissener oder skrupelloser ist,
als "die anderen".
Liege ich da total daneben ?
Oder reden wir deshalb so ungern darüber, wie sich unsere Kohle "vermehrt" ?
