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Wenn alle Autos in Deutschland von heute auf morgen auf Elektro umgestellt würden, würden ca. 15% mehr Strom gebraucht als heute (Dafür 100% weniger Benzin und Diesel)
Die Hälfte dieser Strommenge wäre heute schon da und wird jährlich exportiert, weitere Reserven wären auch bereits vorhanden, sind aber abgeschaltet da nicht benötigt.
Aber so eine Umstellung geht ja nicht von heute auf morgen, sondern dauert Jahrzehnte. Da ist auch noch etwas Platz für den Ausbau.
Was eher problematisch sein könnte ist wenn abends um 18 Uhr alle gleichzeitig nach Hause kommen und schnelladen wollen.
Da das Auto dann die ganze Nacht eh nur rumsteht und dank grösserer Akkus auch nicht mehr täglich geladen werden muss, kann man das aber auch verteilen und langsam laden.
Wenn Mittags um 12 alle gleichzeitig zu Mittag kochen bricht auch nicht gleich das Netz zusammen.
An gut frequentierten Schnelladestationen könnte ich mir Pufferakkus vorstellen welche ebenfalls zu Randzeiten relativ langsam geladen werden und dann zur RushHour mehr Leistung zur Verfügung stellen als sie grade aus dem Netz kriegen.
Es gibt bereits erste Stromtarife die einen belohnen wenn man zu Zeiten lädt in denen besonders viel Solar oder Windstrom im Netz ist. Das finde ich sehr sinnvoll.
Wer um 18 Uhr Schnelladen will wenn keine Sonne scheint der zahlt halt etwas mehr, wer etwas warten oder langsam laden kann, kriegt seinen Strom etwas günstiger
Edit: Noch was zu den Wecheslakkus: So ein Akku wiegt 200-700kg, ist je nach Modell unterschiedlich und enthält meist auch noch Flüssigkeitskreisläufe zur Kühlung. Ich sage nicht dass ein Wechselsystem unmöglich ist aber die Hürden sind sehr hoch, selbst wenn man alle Hersteller dafür an einen Tisch kriegen würde.
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