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Alt 28.03.2019, 10:35   #191
mum
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Registriert seit: 04.09.2009
Ort: nähe von basel
Beiträge: 1.607
Zitat:
Zitat von qbz Beitrag anzeigen
Die Risiken von Anlagen und Aktienkursen bewertet man doch zum grossen Teil nach vergangenen Erfahrungen und überträgt das auf die Zukunft und nicht nach dem Hundebissrisiko in Basel. Zwischen 1900 bis 2000 führte DE 10 Jahre Krieg, es gab in Europa massenhafte Enteignung / Raub z.b. von jüdischem Vermögen oder Kollektivierung in den Ostblockstaaten und Vertreibung. D.h. in ca. 10-15 Jahren der Zeit von 100 Jahren hättest Du Dein Ziel in DE mit einem solchen Depot nicht erreicht bzw. Teile bis alles verloren wegen Krieg plus Wirtschaftskrisen und Börsencrashes. Für das Jahr 2000-2100 gelten erheblich Risiken für wirtschaftliche Krisen aufgrund diverser bekannter Entwicklungen, wo man nicht weiss, wie sich die politisch auswirken. Wir leben in dynamischen, schnellebigen Zeiten.

Ausnahme: Grundbesitz. Die Eltern eines Freundes von mir bekamen z.B. als Westbürger ihr Grundstück und ihr Haus in der Nähe von Potsdam nach der Wiedervereinigung wieder zurück. Deswegen hier höhere Sicherheit im Unterschied zu Deinem Vorschlag gegeben aus meiner ganz persönlichen Sicht als Laie.

Im Prinzip müsste man nur mal einen Versicherer fragen, ob sie für 15 Jahre ab jetzt so eine Anlage wie die von Dir Vorgeschlagene mit 130 % (Einlage + Rendite) Deckung in DE versichern. Würdest Du das tun, eine Versicherung mit 130 % Deckung am Ende der Laufzeit anbieten, wieviel müsste ich zahlen, 0,3 % jährlich? Entschuldige bitte meine Laiensicht, mich interessiert halt, wie ein Profi das beurteilt. 95 % Sicherheit für das Renditeziel von 30 % auf 15 Jahre kann ich schwer nachvollziehen, vor allem wenn ich es auch mit anderen Anlageformen vergleiche.
Mit dem "Hundebiss" wollte ich erklären, dass es immer wieder Events geben kann, die in keinem Risikomodell eingerechnet sind

Grundsätzlich gibt es keine Anlage OHNE Risiken. NO FREE LUNCH heisst es auch.
Gem. meinen Angaben sind die 2 % pro Jahr auf 15 Jahren mit dieser Asset-Allocation sehr realistisch. Die letzten 10 Jahre warens übrigens 3.6 % pro Jahr.

100% Garantie gibt es aber nicht. Darum auch das Beispiel mit dem Hundebiss: Wenn der eintritt, kann es zum Worst-Case kommen. Theoretisch kann man immer sein ganzes Vermögen verlieren....

Hier noch ein paar Details zu "meiner" aktuellen Asset-Allocation:

Aktien-Themen:
Food / Luxus / Pharma / Biotech / Riechstoffe / Versicherungen / Tech/
KEINE Banken / Keine konjunkturzyklischen Stocks (mehr) (also nix Autoindustrie / Maschinen etc)

Nix mehr Europa (Brexit - schwache Konjunktur Europa etc.)

Ideeen: Epay / Clouds

Private-Equity: Eine gute Kollektivanlage von einem Spezialisten in diesem Bereich.

Liegenschaften: Nur Schweiz (dort "kenne" ich den Markt) - Ausgewählte kleinere Fonds mit wenig Agio gegenüber NAV.

KEINE Bonds, da keine Renditen. Auch keine Forex-Bonds.

Forex-Risiko wenn dann in Aktien, da höhere Renditechancen.
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carpe diem

Geändert von mum (28.03.2019 um 10:47 Uhr).
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