Zitat:
Zitat von qbz
Zu meiner Abizeit (in der Schweiz Matura) 1966 waren es ca. 12-15 % eines Jahrganges, 1990 in DE ca. 30 %, heute ca. 50 %. Damit ist IMHO eindeutig die Bildung für einen breiten Teil der Bevölkerung gewachsen, auch wenn vielleicht die Anforderungen insgesamt für das Abi niedriger wurden. Zu Beginn meines Studiums in Psychologie 1970 gab es zwar auch schon einen NC. Heute braucht man fast ein Einser Abi, um Arzt / Psychologie zu studieren, was ich persönlich für völlig überzogen halte, wenn jemand z.B. Psychotherapeut werden will. Entsprechend "karriereangepasst" verhalten sich viele Praktikanten aus diesen Studienfächern von der Uni.
https://www.zeit.de/2017/14/schulabs...tiegen-verfall
|
Ich zweifel die bisherige Entwicklung auch gar nicht an. Im Fach Mathematik hat man z.B. in den vergangenen 35 Jahren das eine oder andere Thema gestrichen (auch im Schuljahr 2018/19), dafür gehen die Schüler nun kürzer in die Schule und haben zusätzliche Aufgaben (GFS, Referate, Hausarbeiten), die es bei uns in den 80er Jahren so nicht gab. Waren bei uns die guten Schüler vorwiegend die, die es einfach drauf hatten, gibt es heute gute Schüler, die einfach knallhart büffeln und ihre Schullaufbahn planen.
Mir ging es um die zukünftige Entwicklung bzgl. einer weiteren Digitalisierung. Selbstverständlich werden Spezialisten benötigt, die diese Produkte entwerfen und damit umgehen können. Doch bin ich der Überzeugung, dass wir eine sehr breite Masse reiner Konsumenten und billiger Arbeitskräfte benötigen. Insofern bin ich mit der aktuellen Migrationspolitik einverstanden. Man muss nur aufpassen, auf welcher Seite der Gesellschaft man landet. Da ich in der Entwicklung von digitalen Produkten im Bereich Industrie 4.0 arbeite, kann es mir recht sein, wenn cheap labour diese bedienen. Je dümmer die Bediener, desto mehr Hirn muss ich reinstecken und desto besser werde ich bezahlt
