Anders als die Kommentare gestern beim Spiel sowie heute früh im "MoMa" fand ich das Spiel der deutschen Mannschaft keineswegs besonders gelungen. Es war bestenfalls ein solides, durchschnittliches Spiel, keineswegs "herausragend".
Halten wir fest, was eher auf der "SOLL"-Seite stand am gestrigen Donnerstag:
- Neben einer mitunter erstklassigen Leistung des koreanischen Torhüters wurden auch reihenweise gute Wurfschanchen leichtfertig vergeben. (Wenn man zweimal dem Torwart auf die Schulter oder den Oberkörper gezielt hat, sollte man beim nächsten Mal tiefer ansetzen, z.B. die Linie oder Aufsetzer - nein, nochmal auf den Körper
). - Tempogegenstöße völlig allein ohne Bedrängnis MÜSSEN einfach versenkt werden. Allein in der Schlussphase des Spiels war das mindestens dreimal nicht der Fall.
- Es gab gerade in der 2. Halbzeit etliche unnötige Ballverluste, die zu Gegenstößen führten, mitunter zu Toren.
- A. Wolf durfte sehr zu Recht mitunter mit der Leistung seines Blocks nicht zufrieden sein. Erst dadurch wurde er immer wieder zu seinen Paraden gezwungen. Ein Treffer ging aber klar auf sein Konto.
- Auch der Trainer wusste nicht immer, was gerade gespielt wurde. In der 1. Hz. schwor er die Mannschaft in einer Auszeit darauf ein, die Überzahl sauber auszuspielen. Dabei befand sich sein Team gerade in Unterzahl...
Sowas rächt sich bei besseren Mannschaften.

Kann schon gegen Brasilien zu einer unangenehmen Überraschung führen.
Daneben hab ich mich über die (in ihrer Wiederholung peinlichen, bisweilen überheblichen) Bemerkung des Reporters geärgert, Korea hätte bestenfalls ein "Mannschaft von Drittliga-Format". gegen die angebliche "Dritte Liga" hätte der Sieg ganz anders ausfallen müssen als nur mit 11 Toren Unterschied. Dänemark zeigte im anderen Spiel gegen einen "Underdog", wie das ausgehen kann: 39:16 !
Das dürfte eher das Niveau sein, an dem man sich messen muss, wenn man - wie immer wieder postuliert - "in der erweiterten Weltspitze" mitspielen will...