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Zitat von Großeglocke
... Die beste Hilfe die man in der Situation sein kann, ist es der Frau im Haushalt und bei anderen Dingen den Rücken möglichst frei zu halten und nicht zu versuchen mit der Brechstange Vater-Kind Bonding zu betreiben. Natürlich kapselt man sich nicht komplett ab, aber man merkt eben doch schnell dass man das innige Niveau das Kind und Mutter haben als Vater ersteinmal nicht erreichen kann.
Irgendwann ist es dann soweit und das Kind bemerkt dich und eine spannende Reise kann beginnen, doch das dauert noch.
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Zitat von X2theC
Willkommen im Mittelalter!
Ich bin grad so schockiert von diesem Beitrag und der Zustimmung, die er erfahren hat, dass ich mich hier zu meinem ersten Beitrag berufen fühle. .
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Erstmal Willkommen hier im Forum!
Wenn du vom Beitrag von Großeglocke wirklich schockiert bist, dann hast du ihn entweder nicht genau genug gelesen oder hast etwas wenig Respekt vor den Lebensentwürfen anderer.
Es gibt nicht nur einen einzigen "richtigen" Weg, wie man Kinder groß ziehen und eine Beziehung führen kann, sondern unzählig viele richtige (und auch sicher einige falsche). Die Kinder sind verschieden, die Mütter erst recht und ebenso die persönlichen Lebenssituationen.
Und sehr vieles (sowohl in der Schwangerschaft, als auch in den Monaten und Jahren nach der Geburt) lässt sich nicht im Vorhinein planen, sondern muss kurzfristig und situativ entschieden werden.
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Zitat von X2theC
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Ich war die ersten 4 Wochen nach Geburt Zuhause. ...
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ich hoffe, du weißt in was für einer Luxussituation du dich da befindest, wenn du nach der Geburt vier Wochen daheim verbringen konntest.
Für mind. 95% der Weltbevölkerung (und zwar auch in den hoch industrialisierten Ländern, erst recht natürlich in den Entwicklungsländern, in denen die Mehrheit der Menscheit lebt) ist so etwas komplett undenkbar und das war es auch noch vor wenig mehr als 10 Jahren in Deutschland, als es keine "Vätermonate" und im übrigen auch keinen Erziehungsurlaub mit Erziehungsgeld gegeben hat.
Als wir unsere drei Kinder bekommen haben, war der einzige Luxus, den die Gesellschaft uns als neugegründete Familie gegönnt hat, die kurzfristige Lohnfortzahlung für gerade mal 6 Wochen nach Geburt für die Mutter, bevor deren Gehalt in einer Situation, in der man von heute auf morgen unzählige zusätzliche Ausgaben zu stemmen hat, komplett weggefallen ist.
Windeln kosten Geld, Kinderkleidung auch und ebenso die diversen Gerätschaften wie Kinderwagen, Babysafe usw. die man für die Babyversorgung auf einen Schlag benötigt. Wenn ein Vater in so einer Situation seiner Frau den Rücken freihält und weiterarbeitet und damit das wirtschaftliche Überleben seiner neuen Familie sichert statt rund um die Uhr mit dem Neugeborenen zu schmusen , ist das nicht "Mittelalter" und noch nicht mal altmodisch sondern für viele Familien auch heute noch der Normalfall und unbedingt wertzuschätzen.