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Zitat von qbz
Ich teile keko´s kritische Sicht auf die Medien, die er ja auch begründete. (Pressekonzentration, Abbau von Journalisten bei vielen Blättern, Teilen gemeinsamer Artikel usf. Hinzufügen würde ich die Abhängigkeit von grossen Anzeigekunden). Auch die reine Häufigkeit von Berichten über bestimmte Themen oder Länder beeinflusst die Meinungen. Das lässt sich durch einzelne kritisch-satirische Sendungen wie "Die Anstalt" über die Pressekonzentration auch nicht widerlegen, IMHO.
Der bunte Kiosk der Presselandschaft
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Ich finde eine kritische Sicht auf Medien ausgesprochen wertvoll und teile die angeführten Kritikpunkte (Pressekonzentration, Abbau von Journalisten bei vielen Blättern, Teilen gemeinsamer Artikel usf. Hinzufügen würde ich die Abhängigkeit von großen Anzeigekunden).
Dem aufmerksamen Leser wird jetzt aber aufgefallen sein, dass ich geschrieben habe: ... kritische Sicht auf Medien. Und nicht: ... kritische Sicht auf die Medien. Das ist ein entscheidender Unterschied!
DIE Medien gibt es nicht! Es gibt die Zeitung xy, den Sender zz, die Website aaa.at oder was auch immer. Und die alle unterliegen zwar ähnlichen Mechanismen, sind aber eigenständig.
Ich bin sehr dafür, jedem einzelnen Medium seine Fehler vorzuhalten. Ich finde es aber problematisch, wenn nicht sogar gefährlich, das zu Verallgemeinern. Denn "die Medien" gibt es eben nicht, und wenn wir alle in einen Topf werfen, dann bereiten wir erst recht jenen den Boden, die tatsächlich gerne "die Medien" kontrollieren möchten.