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Du hast auf jeden Fall recht damit Jan, wenn du anführst, dass es in anderen Sportarten auch tiefgreifende Veränderungen gab. Das ist manchmal einfach notwendig. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Im TT wurde nicht nur der Balldurchmesser verändert, sonder auch die Gewinnpunktzahl der Sätze von 21 auf 11 verkürzt und Zelloloidbälle durch Plastikbälle ersetzt. Letzteres hat den Sport wegen des Aspekts „Spin“ völlig verändert. Der Plastikball nimmt Spin weniger an und Spieler wie Timo Boll müssten ihr Spiel völlig verändern. Umso höher ist es einzuschätzen, dass er heute wieder ins Worldcup Finale eingezogen ist.
Biathlon ist ein anderes Beispiel, wo durch eine Regeländerung das Schießen aufgewertet und der Sport attraktiver wurde. Die Sportler verschwinden nicht einfach im Wald, kommen einmal raus und verschwinden dann wieder, bis am Ende der Sieger als erster aus dem Wald kommt.
Auch das Sportschießen als weiteres Beispiel hat sich mit Einführung des Finales im KO System in den Gewehrdisziplinen stark verändert. Das Ausscheidungsschießen hat den Sport attraktiver gemacht. Im Vorfeld wurde der Durchmesser der 10 verändert, 1/10 Wertung eingeführt und das alte Finale eingeführt.
Das NBA Basketball hat sich seit der Veränderung der „illegal defense“ rule gewandelt. Die Taktik einen Flügel zu überladen um für spezielle Spieler eine günstige 1gg1 Situation zu schaffen ist nicht mehr wirkungsvoll (Chicago Bulls mit Jordan).
Selbst Schach hat sich verändert - es gibt keine Hängepartien mehr - und die Liste lässt sich ewig fortsetzen. Von Motorsport sogar bis hin zum erzkonservativen Fußball.
Die Bedenken waren in den Beispielen ähnlich wie hier. Geschadet hat es dem Sport nicht. Warum also auch nicht im Triathlon?
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