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Zu Patrick Lange:
Ich glaube nicht, dass - wie hier teilweise geschrieben - er einfach unsymphatisch ist und die Leute dann nach Gründen suchen, dass zu untermauern. Jedenfalls wenn ich von mir selbst ausgehe. Meine Gründe:
Ein Fiktives Beispiel: Ich kann nachmittags den Fernseher einschalten und irgendein sportliches Ereignis schauen, in einer Sportart, mit der ich eigentlich nichts am Hut habe. Nehmen wir Faustball. Spielt da dann Deutschland gegen wen auch immer und das Spiel ist spannend fiebere ich sofort für Deutschland mit. Das gilt selbstverständlich auch für Einzelsportler. Das heißt Patrick Lange hätte bei mir einen Startvorteil gegen z.B. Lionel Sanders. Trotzdem habe ich letztes Jahr Sanders die Daumen gedrückt. Warum? Jedenfalls nicht nur aus Smpathiegründen. Ich habe in der Vergangenheit nicht nur einmal Sportlern die Daumen gedrückt, die mir unsympathisch waren. Sei es der arrogante, unfaire Fußballer aus meinem Lieblingsverein oder bspw. ein gewisser Diskuswerfer bei olympischen Spielen in der jüngeren Vergangenheit.
Also meine These: Man drückt grundsätzlich ersrmal Sportlern aus der eigenen Heimat die Daumen. Denke ich beispielsweise an die deutschen Profis auf Hawaii würde ich jedem einzelnen den Sieg voll und ganz gönnen und mich riesig für denjenigen freuen. Für Patrick Lange gilt das nicht in dem Maße.
Was ist also der Grund, dass Patrick Lange "diesen Startvorteil verspielt hat?". Zumal ich ihn vor 2016 eigentlich nicht auf dem Schirm hatte. Als er dritter geworden ist, hab ich mich noch richtig mit ihm gefreut und sogar Gänsehaut bekommen, als ich seine Emotionen im Ziel gesehen habe.
Ich stimme den meisten Vorrednern zu. Er bewegt sich an der Grenze des Erlaubten und tendiert hin und wieder dazu diese Grenze auch zu übertreten. Da kommt zumindest mir automatisch der Gedanke, dass er vielleicht auch in anderen Bereich gewillt sein könnte, diese Grenze zu überschreiten. Und dann kommt als nächstes wie von allein der Gedanke, dass er ja auch einen unglaublichen kometenhaften Aufstieg hingelegt zu haben scheint. Ja ich rede von Doping. Würde ich ihm das auch ins Gesicht sagen? Ja, ich denke schon. Aber ich nicht als offene Unterstellung, denn dazu gibt es einfach nicht wirklich Belastbares. Sondern einfach als Erklärung meiner Gedanken. Allerdings würde mich auch sofort das schlechte Gewissen plagen. Wenn ich mir z.B. vorstelle, dass ich aufgrund diverser Änderungen in meinem Training den nächsten Wald- und Wiesentriathlon in der Nähe unglaublicherweise gewinnen könnte und mir dann jemand Doping unterstellt, wäre ich tief getroffen und enttäuscht...
Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Schwarmintelligenz hier im Forum sich bzgl. Patrick Lange nicht täuscht. Die Alternative ist, dass einige wenige Foristen mich und viele andere mit ihrer häufigen Kritik ziemlich beeinflusst haben und so dafür gesorgt haben, dass sich ein ungerechtes Bild verfestigt hat.
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