Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Wunschdenken trifft auf Wirklichkeit!
Sicher bringt Lauf-ABC "irgendwas". Genauso wie wechselseitiges einbeiniges Fahren mit starrer Nabe. Oder die Übung "Badewanne" beim Schwimmtraining.
Sehr gute Läufer machen das an Umfängen und Intensitäten, was sie eben vertragen. Das Lauf-ABC kommt dann on top. Wer hingegen nur drei- oder viermal pro Woche läuft, und dann einen dieser Läufe streicht oder reduziert, um ein paar Bocksprünge zu machen, wird sich verschlechtern, statt sich zu verbessern.
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Ja das Argument kommt öfter. Aber wie schon erwähnt kommt es halt nicht on top bzw. wird auch keine andere Einheit dafür gestrichen, sondern es wird meist einfach vors Intervalltraining in die Aufwärmphase gesteckt. Ich laufe auch 3-4 mal pro Woche. Das macht 45-60 km in der Woche. Wenn ich 15min Laub abc mache, bewege ich mich ja auch ein paar Meter, sodass ich am Ende 1,5km verliere. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese 1,5km eine wesentliche Verbesserung bringen würden. 1,5km von etwas einzutauschen, was ich ohnehin schon viel betreibe, und dafür noch mal einen andersartigen Reiz zu setzen finde ich hingegen sogar sehr effektiv. Das man Lauf abc vllt doof findet und keine Lust drauf hat, steht auf einem anderen Blatt Papier.
Ich denke beim Thema Laufökonomie darf man nicht vergessen, dass es verschiedene Ebenen gibt, welche einen Einfluss haben. Ein Punkt ist die Ökonomie im Körper, so wie gut sich der Körper an einen bestimmten Bewegungsablauf angepasst hat. Da helfen sicher viele Kilometer (vornehmlich im Zieltempo).
Die andere Ebene für Ökonomie ist jedoch die Biomechanik, also wie effektiv werden von außen betrachtet Kräfte im Rahmen der physikalischen Gesetzmäßigkeiten eingesetzt.
Vllt ein Beispiel: es gibt ja direkt rückwärts Läufer. Die trainieren viel so und werden in dieser Bewegung auch durchaus ökonomisch. Trotzdem ist dieser Laufstil biomechanisch nicht besonders effektiv.
Am Ende liegt die Wahrheit in der Mitte bzw. in der Kombination beider Ebenen.
Eine biomechanische Umstellung muss nicht zwangsläufig sofort in höherer Geschwindigkeit resultieren, weil sich unter Umständen zunächst die innere Ökonomie verschlechtert (kennen sicher viele vom Schwimmen). Ich denke das ist auch das Problem, warum es kaum Studien gibt, die eine positive Wirkung des Lauf abc bestätigen. Würde halt zu lang dauern und man hat vermutlich über diesen Zeitraum dann auch zu viele andere Einflussfaktoren, als dass man eine Leistungsänderung belegbar am Lauf Abc festmachen könnte.
Wenn ich mir die Mittelstreckenkiddies hier am Stützpunkt anschaue, dann laufen die nicht viel Umfang, machen aber (nebst anderen Sachen) viel koordinatives Training aka Lauf Abc, um die motorischen Vorraussetzungen für einen effektiven Laufstil zu schaffen. Wenn sich im Jugendbereich mit zunehmendem Alter die Umfänge entwickeln, können die eigentlich alle schon vernünftig laufen.
Gerade als Triathlet macht man auch in den anderen Sportarten so viel Ausdauertraining, da kann man m.M.n. ruhig mal 1,5km die Woche zu gunsten der sportartspezifischen Motorikentwicklung opfern. Auch wenns zunehmend schwerer wird, kann man sich da auch im Alter noch weiterentwickeln. Ein guter Trainer, welcher eine von außen beäugt ist da aber wie bereits erwähnt sicher von Vorteil. Da Triathlon eine Freizeitbeschäftigung ist, kann aber natürlich jeder seine Freizeit so verbringen, wie es Freude bereitet. Darauf kommts am Ende an
Edith: ignoriert einfach alles, was weiter hinten doch noch diskutiert wurde
