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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft
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Alt 25.07.2018, 09:06   #139
JensR
Szenekenner
 
Benutzerbild von JensR
 
Registriert seit: 07.02.2010
Ort: Zürich
Beiträge: 772
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Warum eigentlich nicht? Angenommen, Özil fände Erdogan von hinten bis vorne klasse: Dürfte er diese Meinung nicht öffentlich vertreten?

Wir kritisieren an Erdogan, dass er die Meinungsfreiheit in seinem Land nicht in vollem Umfang gewährt. Müssten wir dann nicht konsequenterweise Özils freie Meinung akzeptieren?

Wenn wir festlegen, welcher politischen Gesinnung jemand zu sein hat, der in der Nationalmannschaft kickt, gefährden wir doch genau das, was wir zu verteidigen vorgeben.
genau meine Meinung, merci.

Zitat:
Zitat von Mirko Beitrag anzeigen
Wundert mich doch, wie die Meinung hier ist. Hätte vermutet das sich in unserem links/grünen Forum doch mehr für Özil aussprechen.
Beide Richtungen stehen aus meiner Sicht nicht für unbedingte Liberalität und die Akzeptanz von anderen Ansichten, aber das ist ein anderes Thema.

Zitat:
Zitat von Mirko Beitrag anzeigen
Das meiste das ich über Erdogan höre kommt von meinen türkischen Kollegen und entweder sind die alle blind oder die Lage ist nicht ganz so eindeutig wie ihr sie hier darstellt. Der wird jedes mal wieder freiwillig gewählt. Ich kenne jedenfalls viele Deutsch-Türken die ihn freiwillig wählen. Also jedenfalls zum Teil demokratisch gewählt scheint der wohl schon so zu sein.

Ich hab das nicht wirklich verfolgt, aber mich von Anfang an gewundert das den rechten Schreihälsen da so zugehört wird.
er passt halt nicht zu politischen Strömung. Und ich denke auch, man sollte beachten, dass die Medienwirksamkeit der Kritik an ihm nicht durch rechte Schreihälse entstanden ist, sondern durch die transatlantische Fraktion mit Bild als Sprachrohr. Sie haben das Feuer gezündelt, um auf Basis des Fotos Politik machen zu können.

Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Ich frage mich außerdem, ob man Özil wirklich als "Repräsentanten" unseres Landes bezeichnen kann. In einem engeren Sinn eher nicht, da er nicht demokratisch gewählt wurde.
Diese Überhöhung ist so ein absoluter Unfug. Das erinnert mich an die "Diplomaten im Trainingsanzug" der DDR.

Özil ist ein deutscher Staatsbürger mit türkischen Wurzeln, er repräsentiert sich selber. Vielleicht ist er noch ein gutes Zeugnis deutscher Nachwuchsförderung, aber ich möchte bitte nicht durch Mesut Özil in irgendeiner Weise repräsentiert werden. Auch nicht durch Mario Basler, Stefan Effenberg oder sonstwen. Die sind alle Mitglieder der Nationalmannschaft gewesen, weil sie aussergewöhnlich gute Fussballer waren, nicht weil sie politische Weitsicht und die Interessen "des Volkes" vertraten. Und damit meine ich jetzt alle anderen Interessen, ausser Weltmeister zu werden

Zitat:
Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
Das Gegenteil ist angebracht. Man muss die Sache erstmal beruhigen, damit man ins Gespräch kommt. Danach muss man ihnen deutlich machen, wie schön es sich in Deutschland leben lässt, weil der Staat rechtsstaatlich organisiert ist, und weil die Freiheit als hohes Gut betrachtet wird. Wer das selber erlebt, der wird irgendwann auch skeptisch, wenn es jemand wie Erdogan abschaffen will.

Aber wer in Deutschland Ausgrenzung, Streit und Mobbing erfährt, der hat auch keinen Grund, den deutschen Staat sonderlich zu schätzen, oder ihn gar als Vorbild für die Türkei anzusehen. Deswegen war die hysterische Reaktion auf das läppische Foto genau die falsche Strategie. Man überzeugt die Leute nicht, indem man sie mobbt oder ausgrenzt.
genau.
JensR ist offline   Mit Zitat antworten