Ich möchte hier noch mal auf Folgendes hinweisen, weil ich immer lese (und im Radio höre), er hätte sich „ablichten“ lassen:
• Herr Özil hat freiwillig ein von ihm signiertes Trikot überreicht auf dem stand: „Respekt an meinen Präsidenten der Republik“. Im Vergleich zu irgendwelchen Amtsträgern oder Berühmtheiten, die in irgendwelchen Ämtern und Funktionen irgendwelchen Despoten die Hand schütteln, hat das Handeln von Herrn Özil damit für mich schon eine spezielle und vor allem bewusste Qualität.
• Und auch noch einmal zur Info: Emre Can war wohl auch zu dem Event mit Erdogan eingeladen, ist aber nicht dort erschienen. Es hat ihn also niemand gezwungen Herrn Erdogan zu treffen.
• Und auch das hier kam schon bei dem Interview mit dem Boxer zur Sprache: Herrn Gündogan werden ja handfeste Interessen bzgl. des Treffens mit Erdogan nachgesagt:
https://www.welt.de/politik/ausland/...lit-Elite.html
Nur, dass das klar ist: Das ist alles erlaubt!
Özil darf sich halt nur nicht wundern, wenn das Echo zurückkommt. Und daher stört es mich ungemein, dass dieser Vorfall jetzt so unter dem Rassismus-Label gehandelt wird. Das macht der Özil ganz geschickt: Denn - bei aller Liebe - bei millionenschweren Fußballern wie Özil und Co sind Familie und Berater für alle Belange involviert. (Übrigens auch interessant:
Gündogan, Özil und Löw haben den selben Berater). Und die Herren haben Millionen Follower auf ihren SoMe-Kanälen.
In meinen Augen hat Özil ganz klar und als medienerfahrener Fußballprofi bewusst Stellung für Erdogan genommen … und evtl. das Echo ein bisschen unterschätzt. Özil nutzt jetzt die Gunst der Stunde (=Unfähigkeit von DFB und Grindel), um aus der Sache „gut“ herauszukommen. Den schwarzen Peter hat er jetzt ganz geschickt den anderen zugeschoben ...