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Beide dürfen ihre Meinung kundtun. Aber beide müssen auch die Konsequenzen tragen können. Der Boxer, indem er aneckt dort, wo man von Sportlern kein politisches Engagement wünscht (erwähnt er auch im Interview). Özil dort, wo er dem Image seines "Arbeitgebers" (DFB) schadet. Die Öffentlichkeit mag in beiden Fällen sich empören oder es toll finden, das ist für die Konsequenzen im Geschäftsleben sekundär. Wenn die DFB keinen Fußballer will, der den Zuschauern den Stinkefinger zeigt, oder mit Erdogan posiert, darf die DFB diesen rausschmeissen, ohne deswegen ein Rassist zu sein, oder sich gar beschimpen zu lassen. Privat darf jeder weiter machen, was er will. Es geht hier nicht um Moral, sondern um eine Verpflichtung, die man als Nationalspieler eingeht, mit allem was dazugehört.
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
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