Zitat:
Zitat von Jörn
Es ist für mich schwer vorstellbar, dass es gläubige Christen geben soll, die auf das Problem des Leids angesprochen antworten: Ach ja. Da war was. Haben mal im Reli-Unterricht darüber gesprochen.
Vielleicht müsstest Du das noch aus Deiner Perspektive erläutern, da ich mir im Moment keinen rechten Reim darauf machen kann. Wir können es auch einfach auf sich beruhen lassen.
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Nur zur Erläuterung, da Du ja danach fragst.
Ich habe mich in der Schule kritisch mit Religion befasst, da wir - bis auf Klasse 5 und 6 - auch kritische Lehrpersonen in Reli hatten. Ich habe gezweifelt, ich habe geglaubt, gezweifelt,...usw. Das war ein Prozess über mehrere Jahre. Gerade in der Pubertät hinterfragt man ja vieles...und Glaube wird da von vielen ja eher kritisch gesehen (zu mindest stelle ich das in meinem Umfeld so fest). Irgendwann war mein Glaube "gefestigt". Das ist jetzt 25-30 Jahre her.
Seitdem überprüfe ich nicht permanent jegliche theoretische Diskussion, da mein Prozess ja abgeschlossen ist und ich nur ein begrenztes Zeitbudget zur Verfügung habe.
Bei Dir wird es ja auch Glaubenssätze geben, die Du nicht permanent überprüfst (wie z.B. den Glaubenssatz: "Wenn Du Angst hast, gehe ihr entgegen!").
Menschen wählen Parteien, die sie für richtig halten - ohne sich bis ins Detail mit Wirtschaft, Wirtschaftspolitik, Umweltpolitik, usw. zu befassen. Ich weiß nicht, wie gut Du Dich in der Volkswirtschaftslehre auskennst (ich weiß nicht, was bzw. ob Du studierst hast - wenn, dann würde ich auf Naturwissenschaft tippen) - dennoch wirst Du Parteien wählen...
Kannst Du Dir jetzt einen Reim darauf machen?