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Nein, der Abstieg hat damit tatsächlich so gut wie nix zu tun, vielmehr bin ich tiefenttäuscht von Auftritt des Vereins in dieser Stunde, wie ich auch schon im Fussbalfred schrieb. Der Dino trägt nun ein Heftpflaster und eine Armbinde, die Uhr zeigt nun nicht mehr die Ligazugehörigkeit sondern die Zeit seit Vereinsgründung. Wir befinden uns aber in einer Situation, in der man sich superbequem von diesen beiden Marketingsauriern, die noch dazu übelst polarisieren, trennen könnte. Und dann der neue Trainer und seine Strategie: wir bauen Nachwuchs ein, dann rennen auch die Alten, aus Angst um den Arbeitsplatz. Soweit so gut, aber da waren wir auch als die Fananleihe begeben wurde. Niemand nennt Ross und Reiter, niemand will aufarbeiten, niemand will aus Fehlern lernen. Sowie eine hohe Ermüdung in meiner Abteilung: als Gründungsmitglied 2010 bin ich mit dem Anspruch angetreten, die Abteilung bekannt zu machen. Hier habe ich (unbescheidene) Erfolge. Es gibt aber zur Zeit nur wenige, die bereit sind zu arbeiten und den Laden zusammenhalten oder gar eine Strategie entwickeln a la´"Wo sind wir? Wo wollen wir hin? Was wollen wir dafür tun usw", so dass ich mich da nicht mehr so wohl fühle. Aber keine Angst: FC St. Pauli finde ich zwar prima, aber wenn ich mir das Leitbild so ansehe "Wir sind ein Stadtteilverein und machen das alles vor allem für die Leute im Viertel", sinngemäß, so kann das irgendwie auch nicht meine Heimat sein. Oder doch? In einem Hamburger Verein bleibe ich auf jeden Fall, allein schon, um weiterhin Kampfrichter des HHTV sein zu können. Das Einfachste: alles läuft so weiter wie bisher. Oder, fast genauso: ich verlasse den HHTV und gehe über den Heimatclub in die SHTU. Passiver beim HSV? Oder woanders hin, als Aktiver? Ich bin doch jetzt schon jeden Dienstag beim Bahntraining der Älteste, 10 Jahre älter als der Trainer. Aber alive and kicking.
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