Hallo FlyLive, danke für Deine ausführliche Antwort. Ich revanchiere mich artig mit diesen Gedanken:
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Zitat von FlyLive
Die Daten sind nicht vorhanden,denn es ist von Übermenschlichkeit die Rede. Da braucht es meinem Verständnis nach keine Daten.
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Zwei Fragen:
- Wie würdest Du Dich entscheiden, wenn kekos Zwillingsbruder eine abweichende oder sogar gegenteilige Definition vorlegen würde? Nehmen wir an, beide Definitionen schlössen sich gegenseitig aus. Wie würdest Du entscheiden, welche zutrifft?
- Wie würdest Du sicherstellen, dass man nicht einfach jeden beliebigen Stuss behaupten könnte?
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Zitat von FlyLive
In meinem Verständnis kann ich also aus einem "Nichts" gedanklich ein Bild zeichnen, das eine Art Lebenshinweis, Lebensweg, Lebensempfehlung grob vorgeben.
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Könntest Du die Top 3 Lebensempfehlungen grob skizzieren, die Du aus kekos Definition ableitest? (keko: »Religion definiere ich als "Den Glauben an eine übermenschliche Ordnung, die keinen menschlichen Launen entspringt und nicht auf menschliche Vereinbarungen zurückgeht."«)
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Zitat von FlyLive
Die Religionen brachten dann die vielen ähnlichen Lebenswege auf einen Nenner, mit dem sich viele identifizieren können. So bekommt man aus einem "Nichts" eine Glaubensbewegung, die dann irgendwann willkürlich einen Namen erhält.
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Das ist historisch nicht zutreffend, wenn Du eine der abrahamitischen Weltreligionen meinst. Diese behaupten nämlich ein
empirisches Ereignis, welches von Menschen beobachtet wurde. Aus diesen Ereignissen wurde auch nichts abgeleitet, sondern das Ereignis teilte genaue Anweisungen mit. Diese Anweisungen
widersprachen dem Volksglauben.
Bei den Juden hatte sich Jahwe persönlich offenbart und umfangreiche Regeln (über 600) erlassen. 10 davon meisselte er persönlich in Stein und übergab sie Moses. Bei den Christen nahm Gott die Gestalt eines Menschen an und sprach mit tausenden von Leuten. Bei den Moslems sprach Mohammed mit dem Erzengel Gabriel, der ihm den Koran diktierte. Erst DANACH formten sich die Religionen. Deine Darstellung, dass die Religionen quasi die "Lebenswege" aufsogen und ihnen eine Form gaben, ist beweisbar nicht zutreffend.
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Zitat von FlyLive
Ich meine auch, das Menschen wie Du, für Glaubenskriege und Gewalttaten taugen konnten. Auch solche Menschen finden ihre Anhänger, die es am Ende missverstehen und Worte in Taten umsetzen - hier, gegen eine Bewegung zu sein. Was dann mit Worten nicht gelingt, wird mit Fäusten ausgetragen.
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Dann hat diese Debatte wenigstens dazu beigetragen, dass wir den Schuldigen für die Religionskriege gefunden haben. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Ungläubigen verantwortlich sind für die Religionskriege?