Zitat:
Zitat von keko#
Wenn ich gegen die Homo-ehe bin, habe ich nicht automatisch was gegen Schwule.
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Wen soll das überzeugen? Es überzeugt eigentlich nur jene, die Deiner Meinung sind. Das Argument dient lediglich dazu, sich
gegenseitig innerhalb der eigenen Gruppe zu versichern, dass man nicht zur Gruppe der mittlerweile für rückständig befundenen Leute gehört. Man will bei seiner rückständigen Meinung bleiben, ohne jedoch als rückständig bezeichnet zu werden.
Es ist zudem, wie fast alle religiösen Argumente, eine Immunisierungsstrategie. Es ist geradezu das
Erkennungszeichen dafür, dass es sich um ein religiöses Argument handelt.
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Falls jemand per Google hier reinstolpert, würde ich gerne noch erläutern, worin kekos Argumentation im Kern besteht. Das Argument lautet:
"Wer gegen die Homo-Ehe ist, ist nicht automatisch homophob".
Achten wir genau darauf, wie es begründet wird.
Es wird nämlich überhaupt nicht begründet. Es ist lediglich
eine Definition. Etwa wie: "Personen mit einem Einkommen unter 1.000 Euro gehören zur Gruppe A. Das legen wir so fest."
Hier wird also einfach
definiert, dass man recht hat: Wer gegen die Homo-Ehe ist, ist nicht homophob.
Man könnte auch sagen:
"Natürlich habe ich etwas dagegen, dass Frauen so viel verdienen wie Männer, wo kämen wir da hin? Das bedeutet nicht, dass ich etwas gegen Frauen hätte. Das habe ich nämlich so definiert. Guten Tag!"