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Zitat von schnodo
Prinzipiell stimme ich Dir zu. Ich überlege nur gerade, warum es so ist, dass Individuen sich einer Gruppe so stark zugehörig fühlen, dass sie sich persönlich von jahrhundertelanger Diskriminierung betroffen fühlen, sogar wenn sie diese nie selbst erfahren haben.
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Wenn Du den Nachsatz: sogar wenn sie diese nie selbst erfahren haben : weggelassen hättest, so würde ich mit Tajfel & Turner (1981a) und Brandscombe et al. (1999) argumentieren (Theorie der sozialen Identität [SIT] und Ablehnungs-Identifikationsmodell. Zur Erklärung: letzteres spezifiziert eine stärkere Identifikation mit der Eigengruppe, weil Ablehnung durch Fremdgruppe[n]).
Mit dem Nachsatz aber würde ich sagen, es ist ein Spiegel unserer Gesellschaft, in der sich Menschen empören, sobald sie - mehr oder weniger massenmedial verabreicht - dazu genötigt sind, sich in
political correctness zu üben. Ist ein Ventil vermutlich. Wegen dem eigenen Frust im Leben, von daher Verschiebungsmechanismus womöglich...