Zitat:
Zitat von sybenwurz
Bin gespannt, was mir morgen für Torheiten einfallen.
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Keine, Punkt.
Drei Uhr am Nachmittag das erste Mal zu mir gekommen, allerdings mit der seichten Ahnung, schonmal wach, aber auch mit nem lebensbedrohlichen Schädel gesegnet gewesen zu sein.
Um Sechs kam ich dann tatsächlich ausm Bett.
Unglaublich.
Auch, woher ich die Energie nehm, so lang in der Kiste zu liegen...
Muss mich nächste Woche unbedingt zum Radeln oder irgendwas verabreden, sonst wird das immer schlimmer.
Letztes WE wars ja Drei, nachdem ich gegen Eins schonmal wach war, davor ungefähr ähnlich, nur halt mit Elf und Eins.
Hat sich irgendwie über die Feiertage, die das Ende jeden Jahres krönen, so eingeschlichen.
Machmerma mit nem Event weiter, das frühes Aufstehen unabdingbar macht:
Verlängertes Wochenende auf und um den Mindelheimer Klettersteig vom 8. bis 10.9.17
Mir ists ja generell lieber, ich warte auf den Rest der Crew, wenn ich aus einer ganz anderen Richtung anrücke, als die auf mich.
Aus diesem kühlen Grunde fand sich mein treues Gefährt schon kurz vor Mitternacht auf dem Parkplatz vom Berghof Moser in Mittelberg, leider etwas abschüssig geparkt und von daher nicht ganz optimal ausgerichtet, um darin eine geruhsame Nacht zu verbringen.
'Wie dem auch sei, ois geht vorbei...' und kaum hatte das Frühstück seinen Weg in mich gefunden, fand sich der Rest der Mitstreiter aus Regensburg fast schon überpünktlich an diesem zweiten Septemberwochenende auf dem Parkplatz ein.
Schuhe geschnürt, Rucksäcke geschultert, und schon konnte es losgehen.
Angesagt war der Mindelheimer Klettersteig mit Fiderepass- und Mindelheimer Hütte, also stressfreies Programm, wenn man es auf drei Tage verteilt.
Der Mindelheimer Klettersteig, bereits 1975 eingerichtet, gehört mit seiner abwechslungsreichen Streckenführung auf der deutsch-österreichischen Grenze und der steten Aussicht auf den gegenüberliegenden Allgäuer Hauptkamm von der Trettachspitze bis zum Biberkopf, wahrscheinlich zu den bekanntesten Klettersteigen im Allgäu und weit darüber hinaus. Da er in beide Richtungen begangen werden kann und wird, ist immer wieder mit Gegenverkehr zu rechnen.
Die gut 800hm unseres Aufstiegs zur Fiderepasshütte durchs Wildental über Untere- und Innere Wiesalpe sowie vorbei an der Fluchtalpe war bei bestem Wetter mit Sonnenschein schnell geschafft und wir konnten uns schonmal die Location unserer morgigen Untaten betrachten.
Ich hatte mir am Vortag mal eben noch fix das Knie etwas malträtiert und war daher gespannt, wie es sich unter dieser Belastung verhalten würde, aber glücklicherweise blieb es unauffällig.
Dennoch wollte ich es lieber schonen, als nach der Quartiernahme und bei einer Runde Kaffee sowie natürlich obligatorischem Apfelstrudel die andern beschlossen, schonmal den Aufstieg zum Einstieg des Mindelheimer Klettersteigs zu erkunden.
Gut fürs Knie, schlecht fürn Ranzen, der diverse Schiwasser und Snacks erdulden musste, bis der Rest der Truppe rechtzeitig zum Abendessen zurück und auch ein Nachzügler bei der Anreise eingetroffen war.
Unerfreulicherweise legte der Wetterbericht einen sehr zeitigen Aufbruch am nächsten Morgen nahe, da für den frühen Nachmittag ein Schlechtwettereinbruch mit Regen und später gar Schnee vorhergesagt war.
Daher ging es schon vor der allgemeinen Hüttenruhe in die Koje und zeitig genug wieder raus, um beim Frühstück unter den Ersten zu sein.
Dies gelang auch einwandfrei und im ersten Büchsenlicht befanden wir uns im Aufstieg über die Fiderescharte zum Einstieg des Klettersteigs.