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Alt 30.12.2017, 05:06   #10040
Jörn
Esst mehr Gemüse
 
Benutzerbild von Jörn
 
Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 3.499
Ja, schwer einzuschätzen. Es gibt jedoch eine Konstante in all dem Wirrwarr. Und diese Konstante ist das ständige Abnehmen der Religiosität bei zunehmender Bildung und zunehmendem Wohlstand, sofern man den Durchschnitt der Bevölkerung betrachtet (also keine Inseln oder Stände). Darauf scheint einigermaßen Verlass zu sein.

Auch was die religiösen Gruppen als "religiös" bezeichnen, wird immer weniger religiös. Damit meine ich, dass es sich immer weiter von den ursprünglichen Traditionen oder Geboten entfernt und dem säkularen Mainstream annähert, vor allem dann, wenn damit Annehmlichkeiten für einen selbst verbunden sind. (Beispielsweise der Umgang mit Sex.) Lediglich Randgruppen radikalisieren sich -- aber genau das macht es eben aus: dass sie zu Randgruppen geworden sind.

Diese ständige Erosion religiöser "Werte" und Gruppen, und immer nur in eine Richtung, ist schon ziemlich deutlich, oder irre ich mich?

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Ich frage mich, ob es eine Art "letzte Bastion" gibt, die von der Religion exklusiv besetzt wird. Der Tod und die Ewigkeit wurden schon angesprochen (kürzlich von waden).

Da die Forschung offenbar der Zell-Alterung auf die Spur kommt und den Gründen dafür, dass der Körper sich nicht unendlich erneuern kann, könnte es doch sein, dass man irgendwann ein unendlich langes Leben realisieren kann. Vielleicht würden ein paar Korrekturen in der DNA schon ausreichen, wer weiß?

Dadurch würden zentrale Ideen der Religionen obsolet werden.

Das klingt sicherlich etwas fantastisch, aber wenn wir selbst unsterblich sind, wird auch das Jenseits unnütz. Und die Wissenschaft hätte bewiesen, dass sie realisieren kann, was die Religion nur verspricht.

Vielleicht würden wir uns irgendwann nach dem Tod sehnen, wer weiß.
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