Zitat:
Zitat von Jörn
Ich verstehe den (meinetwegen ewigen) Wunsch, dem Tod zu entrinnen oder ihm den Grusel zu nehmen. Ich verstehe auch, dass hier eine "Kundschaft" darauf wartet, "versorgt" zu werden, und dass dies ein guter Acker für das Pflänzchen "Religion" ist, auch in Zukunft.
Aber Religion muss verkündet werden. ..
Wird so etwas im Zeitalter des Internets erneut gelingen? Wenn man die Herkunft einer Bewegung nicht geheimnisvoll verklären kann, könnte es schwierig werden, eine neue Form glaubhaft zu erschaffen.
Auf der anderen Seite könnte das Internet eine neue Bewegung, wenn sie denn mal eine zündende Formel gefunden hat, in kürzester Zeit über den Globus ausbreiten.
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Dieses Potential sehe ich auch. Um die Menschen bei den o.g. Bedürfnissen „abzuholen“, braucht es nicht so viel Verklärung, wie z.B. die Bewegung der Evangelikalen zeigt. Hier reicht ja ganz fundamentales Negieren von Fakten (zB Evolution)
An anderer Stelle las ich als Mittel, Massen für sich einzunehmen:
“Reizwörter sind unermüdlich zu wiederholen, weil das bloße Wiederholen eines Reizes genügt, um Sympathie auszulösen. Heinrich von Kleist: „Was man dem Volk dreimal sagt, hält das Volk für wahr“.“
Interessant finde ich dabei, wie die in den USA ja sehr zahlreichen Kreationisten mit dem Argument „alternativer Evolutionstheorie“ schon seit langem eine religiös gewandete Variante des von Trump geprägten Begriffs „alternativer Fakten“ benutzen, um sich Argumenten zu entziehen.