Zitat:
Zitat von Jörn
Es geht aber nicht darum, wie sich eine bestimmte Sache eingependelt hat (etwa, ob es ökonomische Faktoren warenl oder kulturelle oder politische), sondern, dass wir es hier mit einem Einpendeln zu tun haben. Die Sache strebt einem Zustand zu.
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Welche Sache? Über welchen Zeitraum? Von welchem Zustand wechselt sie in einen anderen? Was bedeutet "streben"?
Das Besetzen dieser Variablen mit sinnvollen Inhalten für gesellschaftliche Prozesse kann doch je nach Anschauungsweise des Anwenders vollkommen beliebig erfolgen und man kommt zu unterschiedlichen Ergebnissen. Das obgenannte Modell selber bietet erstmal keinerlei Kriterien für die Anwendung auf gesellschaftliche Vorgänge.
Zitat:
Zitat von Jörn
Es geht auch nicht darum, ob ein Zustand „erfolgeich“ ist im Sinne von „Wohlfahrt“. Sondern „Erfolg“ bedeutet, dass sich eine Sache ausbreitet und stabil ist — selbst dann (und das ist das Verblüffende), wenn sie für die Teilnehmer schädlich sein sollte oder nicht die beste aller Optionen darstellt.
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Den Mangel des Modells, den ich schon erwähnte, gilt selbstverständlich für das Kriterium "Ausbreitungserfolg". Ist er gegeben, wenn sich die Sache mehrheitlich in einer Gruppe, einer Schicht, einem Land, der Welt, einem sozialen System ausbreitet? Über welche Objektmenge im konkreten Fall? Je nachdem erhält man andere Ergebnisse. Und je nach Zeitraum mag die "Sache" stabil erscheinen oder instabil.
Man kann das alles wie oben gerne in gesellschaftliche Prozesse hineininterpretieren und so anwenden. Ich betrachte es einfach als eher beliebige Zuschreibungen.